Frank Heynen meint ...

Letzte Aktualisierung: 21.02.2009

Mönchengladbach   Eberswalde   Gelsenkirchen   Essen   Hamburg   Hattingen   Kronshagen

                                     

 

Mönchengladbach

08.04.2004

Hello Again oder Endlich geht’s wieder los!

Hallo Freunde des Judo-Teams Walheim!

Endlich ist es wieder soweit, die Bundesliga-Saison beginnt. Nach vielen Veränderungen, sowohl in unserer Vorstands-Organisation als auch im Kader der Bundesligamannschaft muss sich jetzt zeigen, ob wir alles richtig gemacht haben...

Aber eins nach dem andern: Zum Ende letzten Jahres haben wir den Zirkel der ehrenamtlichen Mitarbeiter zur Organisation der Bundesliga erweitert und freuen uns sehr, Thomas Schmidt und Alexander Haubert neu in unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Beide leisten sehr gute Arbeit und tragen maßgeblich zu einer guten und erfolgreichen Arbeitsatmosphäre im Orgateam bei.

Im sportlichen Bereich haben wir eine Reihe Neuzugänge zu vermelden:

-60 kg    Thomas Radermacher,
-66 kg    Ali Alimirzaie,
-73 kg    Dominique Moonen und Florin Petrehele,
-81 kg    Shkumbin Dautaj und
-100 kg   Patrick Krahe.

Außerdem sind die Langzeitverletzten Fabrice Flamand (-60 kg), Jean Verhasselt (-90 kg) und Grim Vuijsters (+100 kg) wieder an Bord, von denen letztes Jahr nur Fabrice in zwei Kämpfen zum Einsatz kam.

Das Niveau dieser Kämpfer und des restlichen Kaders ist so gut, dass das Saisonziel Platz 1-3 lauten muss und auch realistisch erscheint. Speziell freut es uns, Publikumsliebling Florin Petrehele wieder dabei zu haben.

Am ersten Kampftag müssen wir nun in Mönchengladbach antreten, das uns in den letzten Jahren das Leben sehr schwer machte. Zur Erinnerung: 2003 kämpften wir 7 : 7, und Fabrice Flamand verletzte sich schwer.

Mönchengladbach hat eine sehr starke Mannschaft, die bis auf wenige Ausnahmen dem U 20 - Kader des Nordrhein-Westfälischen Judo Verbandes angehört. Das Konzept von Mönchengladbachs Trainer Küppers, junge Athleten aus NRW zusammenzuziehen und diese dann auch in der 2. Bundesliga kämpfen zu lassen, verdient Respekt. Hier wachsen gute Leute heran. Hoffentlich bleiben sie den Niederrheinern noch lange erhalten, bevor die Jungs Angebote aus der ersten Liga erhalten. So geschah es Anfang des Jahres mit Nick Hein, der jetzt für den SC Berlin in der Bundesliga kämpft. Probleme sollte Hein da oben keine haben, schließlich wurde der junge Mann im letzten Jahr 2. bei der U 20 EM und 5. beim Otto-World-Cup, einem Super-A-Turnier, vergleichbar einem Grand-Slam im Tennis. Er wird Mönchengladbach sehr fehlen.

Herausragende Athleten sind auf Gastgeberseite Michael Machado (-60 kg), Benjamin Behrla (-90 kg) und Tobias Albuschies (+100 kg). Da wir in diesen Klassen auch starke Leute haben, wird es bestimmt ein äußerst interessanter und schöner Kampf. Mönchengladbach wird, sollte alles normal laufen, dieses Jahr nichts mit dem Abstieg zu tun haben und in der Tabelle zwischen Platz 3 und 6 landen.

Trainer Jörg Heynen berief in den Kader für den Kampf in Mönchengladbach:

-60 kg:   Borgsteede, Flamand, Radermacher, Bastings
-66 kg:   Menzel, Alimirzaie, Schink
-73 kg:   Petrehele, D. Moonen
-81 kg:   Haas, Schweitzer, Dautaij, S. Moonen, Steven
-90 kg:   Greve, Verhasselt, Morcinek
-100 kg: Krahe, F. Heynen
+100 kg: Vuijsters

Mehr zu den einzelnen Kämpfern unter Judoteam Walheim.

Ein Sieg! Das ist laut unserem Trainer Jörg Heynen das Ziel für den Kampf am Karsamstag. Es wird meiner Meinung nach zwar sehr eng, aber wir gewinnen. Sollten wir in den oberen drei Gewichtsklassen 4 Punkte oder mehr holen, wird es sogar ein deutlicher Sieg.

Wir freuen uns über jede Unterstützung, also bitte begleitet uns! Abfahrt ist am kommenden Samstag um 13.00 Uhr vor der Grundschule Abteigarten in Kornelimünster, Kampfbeginn ist um 16.00 Uhr. Wer nachkommen möchte, hier sind Ausschreibung und  Wegweiser.

11.04.2004

Wahnsinnssieg gegen chancenlose Mönchengladbacher

Der Start ist geglückt, wir haben in Mönchengladbach gewonnen und das mit 11:3 -  unerwartet hoch. Vorher hatte ich gesagt, dass wir mindestens 9 : 5 gewinnen würden, wenn wir 4 von 6 möglichen Punkten aus den oberen drei Gewichtsklassen holen würden. Aber 11:3? Naja, wir nehmen's mal so hin ...

Im einzelnen: 

1. Durchgang:

  • -100 kg: Krahe verliert nach gutem Auftakt und zwischenzeitlicher Führung gegen  den stärksten Gladbacher Benjamin Behrla.

  •  -90 kg: Greve siegt souverän mit Ippon gegen Lambertz.

  • +100 kg: Rückkehrer Vuijsters, oder „König Grim“, wie er auch genannt wird, gewinnt nach über einjähriger verletzungsbedingter Abstinenz vom Walheimer Bundesliga-Judo mit Wazaari gegen den starken Kamga. 

  • -81kg: Schweitzer besiegt den Dritten der U 20 DM 2004, David Kasprowiak.

  • -66 kg: Menzel will seinen Gegner Eckert kontern, anstatt dessen Wurf auszuweichen – leider war die Technik des Mönchengladbachers sehr gut und Marcel verlor.

  • -60 kg: Flamand siegt in seinem ersten Kampf nach seiner schweren Verletzung, die er sich letztes Jahr im Duell mit Mönchengladbach zugezogen hat, gegen den letztjährigen 60er des Bundesligisten Herten, Michael Machado.

  • -73 kg: Petrehele besiegt den deutschen Meister U 17 2003, Patrick Weber, nach 10 Sekunden.

Das ergab eine 5:2 Führung, die sogar höher hätte ausfallen können, da die zwei verlorenen Kämpfe auch Siege hätten sein können. Trotzdem waren wir mit dem Stand hochzufrieden, hatten wir so was doch erwartet, da die Aufstellung der Gladbacher uns ein wenig in die Karten spielte. So hatten wir z.B. mit Albuschies +100 kg gerechnet und einen offenen Kampf zwischen ihm und unserem Grim befürchtet. 

„Wir gewinnen den zweiten mit 6:1“  sagte Florin Petrehele in der  Mannschaftsbesprechung und stachelte seine Kollegen so zusätzlich an. Erfolgreich, denn es kam so wie er es vorher gefordert hatte...

2. Durchgang:

  • -100 kg: Wir setzten Neuzugang Dautaj (gewogen –81 kg) zwei Klassen höher ein, und er löste seine Aufgabe mit Bravour und sorgte für den Zwischenstand von 6:2.

  • -90 kg: Kapitän Haas verliert nach gutem Anfang gegen Deutschlands besten 90er unter 20 Jahren Benjamin Behrla.

  • +100 kg: Grim siegt souverän gegen den von uns hoch eingeschätzen Albuschies. Wie hoch muss man da wohl Grim einschätzen, besonders wenn man bedenkt, dass der junge Niederländer seit gerade einmal 6 Wochen trainiert?

  • -81 kg: Die Paarung hieß wieder Schweitzer gegen Kasprowiak, der Sieger wieder Schweitzer. Patrick gewann durch seine kluge Taktik zwei Punkte gegen den gefährlichen Mönchengladbacher

  • -66 kg: Alimirzaie siegt im Golden Score, da es in den ersten fünf Minuten keine Wertungen gab.

  • -60 kg: Erneut Flamand gegen Machado, diesmal siegt Fabrice mit Ippon für einen herrlichen Te-Guruma

  • -73 kg: Petrehele holt den 11. Punkt für eine starke Walheimer Mannschaft.

11:3. Toll! Die Anspannung der letzten Tage und des lauten Anfeuerns wichen nur langsam aus meinen Gliedern. Am frühen Morgen beim 2. oder 3. Bier war mir da schon bewusster, wie stark wir gekämpft haben. Wir haben nicht nur endlich einmal Gladbach geschlagen (vorher 3 x 7:7), sondern auch einen Sahnestart in die Saison erwischt. 

Besonders erfreulich: In Gladbach waren mindesten 50 Fans aus Aachen mitgekommen um uns anzufeuern, beim abschließenden Essen waren wir ca. 60 Leute!! Tolle Gemeinschaft, super Team-Spirit. Schön, wie gut im Moment alles läuft.

Jetzt gilt es gegen Eberswalde am 22. Mai: Die haben ihren ersten Kampf auch 11:3 gewonnen (gegen Aufsteiger Hattingen) und zählen mit uns und Hamburg zu den Meisterschaftsanwärtern. Alles ist drin, ich sehe uns in den unteren Klassen im Vorteil, Eberswalde hat mit Schmidt, Jolitz und Sonnemans drei starke Leute in den oberen. Zuhause ist unser Ziel jedoch, uns für die 8:6 Niederlage im letzten Jahr zu revanchieren

Mein Tipp zur Saison: Essen (10:4 Verlierer in Kronshagen) und Hattingen kämpfen gegen den Abstieg, das Mittelfeld besteht aus Mönchengladbach, Gelsenkirchen (5:9 gegen Hamburg) und Kronshagen, wir kämpfen mit Eberswalde und Hamburg um die ersten drei Plätze.

Also, lasst Euch die Chance nicht entgehen, super Judo der beiden Tabellenführer zu sehen und kommt am 22. Mai zum Bundesligakampftag nach Kornelimünster. Wir brauchen Eure Unterstützung!!

Eberswalde

21.05.2004

Spitzenjudo in Walheim!

Hallo Freunde des Judo in und um Walheim!

Am Samstag stellt sich die absolute Spitzenmannschaft JC Eberswalde in der Inda-Sporthalle in Kornelimünster vor. Sowohl Eberswalde als auch wir hätten dieses Jahr sehr gute Chancen, uns in der 1. Bundesliga zu halten (wenn wir denn drin wären), und somit werden die Zuschauer Spitzenjudo zu sehen bekommen.

Unsere Mannschaft wird durch zwei große Handicaps gebeutelt:

Fabrice Flamand, der gegen Mönchengladbach noch zwei klare Punkte geholt hat und vor 4 Wochen 5. bei den British Open wurde, wird nicht antreten können. Fabrice muss für seinen Heimatklub in Lüttich bei den belgischen Vereins-Mannschaftsmeisterschaften antreten. Dies war eigentlich schon vorher klar, jedoch sollte er nach dem Turnier zur Walheimer Mannschaft stoßen. Vor zwei Wochen wurde das Turnier jedoch vom Vor- auf den Nachmittag gelegt, und so fehlt uns Fabrice. Schade, denkt man, aber wir haben ja noch Leon Borgsteede, der Fabrice in der Leistung in nichts nachsteht. Der hat jedoch, wie alle Niederländer, am Samstag ein sehr wichtiges Qualifikationsturnier zur niederländischen Meisterschaft, und es steht noch nicht fest, ob wir ihn rechtzeitig „einfliegen“ können. An dieser Stelle schon mal die Bitte um Nachsicht an die niederländische Autobahnpolizei ...

Der JC Eberwalde hat in seinen Reihen einige namhafte Judoka, teils mehrfach international mit Edelmetall dekoriert.-60 kg kämpft Lasse Leitert, der mehrfach deutscher Jugendmeister war und zur Sportfördergruppe der Bundeswehr gehört. –81 kg gibt es ein Wiedersehen mit Martin Schmidt (ehem. Europameister), der mit Frankfurt/Oder schon oft  gegen uns antrat. Bis 90 kg hat der Club aus dem Norden Berlins Rene Jolitz (ehem. Deutscher Meister) und Peer Schmidt-Düwigger im Kader; letzterer war schon Junioren-Weltmeister und Sumo-Europameister. Im Schwergewicht schließlich tritt wahrscheinlich Ben Sonnemans an, der auch mehrfach bei kontinentalen Titelkämpfen auf dem Treppchen stand. Ein starker Gegner also, wenn auch die Leistungsträger fast alle (bis auf Leitert) eher zur Kategorie „Judo-Rentner“ zu zählen sind. Dies hat nichts mit ihrer Leistung zu tun, jedoch glaube ich nicht, dass diese Leute in der 2. Liga kämpfen, um noch einmal ins Haifischbecken 1. Bundesliga aufzusteigen. Mal schauen, wer die Reise an die Inde mitmacht.

Walheim wird vor allem auf Publikumsliebling Florin Petrehele und auf Ali Alimirzaie bauen. Die beiden Neuzugänge sollten für Punktgewinne gut sein.

Trainer Jörg Heynen berief in den Kader für den Kampf gegen Eberswalde:

-60 kg:    Borgsteede, Radermacher, Bastings, Schink
-66 kg:    Menzel, Alimirzaie
-73 kg:    Petrehele, D. Moonen, Stahl
-81 kg:    Haas, Schweitzer, Dautaij, Steven
-90 kg:    Greve, Verhasselt, Morcinek
-100 kg:  Krahe
+100 kg: Vuijsters, Küster

Mehr zu den einzelnen Kämpfern und alle Infos rund ums Team sind zu finden unter http://www.judoteam-walheim.de

Nach der knappen 6:8-Niederlage im Vorjahr peilt Trainer Jörg Heynen einen Sieg gegen Eberswalde ein, auch wenn das Duell voraussichtlich einen sehr knappen Ausgang haben wird.

Nachdem es in Mönchengladbach schon besser lief als geplant, bin ich für diesen Kampf vorsichtig optimistisch. -66 und -73 kg müssen wir trotz starker Gegner zweifach punkten, wollen wir gewinnen. In den anderen Klassen können wir gewinnen, der Gegner aber auch. Ich tippe auf 8:6 oder 7:7, lasse mich aber auch gerne wieder positiv überraschen!

Wir brauchen soviel Unterstützung wie möglich, also bitte kommt alle nach Kornelimünster, Kampfbeginn ist um 18.00 Uhr.

PS: Nächste Woche ist wegen des Pokalfinales („Heja, heja, Alemannia“) schon um 16.00 Uhr Kampfbeginn.

22.05.2004

Krimi in Walheim

Walheim, 22.05.04, ca. 20.05 Uhr, alles lag sich in den Armen, wir haben Eberswalde mit 9:5 deutlich bezwungen. Klingt nach 'ner klaren Sache, aber das war beileibe nicht so. Aber alles der Reihe nach...

Vorgeschichte: Am Samstag wachte ich schon um 06.30 Uhr auf und konnte nicht mehr schlafen. Nervosität, stand uns doch der aus meiner Sicht schwerste Kampf der Saison bevor. Schwer, weil es gegen Eberswalde so werden würde wie gegen keinen anderen Gegner: Wir konnten in jeder Klasse sowohl gewinnen als auch verlieren. Normalerweise hat man ein paar Punkte sicher auf der Rechnung, weil die Qualitätsunterschiede zwischen den Judoka so groß sind. Nicht so gegen Eberswalde.

Außerdem hatten wir da noch ein kleines Problem: Unsere niederländischen Judoka, allen voran Grim Vuijsters und Leon Borgsteede, mussten tagsüber bei einem Turnier in Den Bosch (ca. 150 km von Aachen) antreten, um sich für ihre nationalen Titelkämpfe zu qualifizieren. Grim sollte um 12.00 Uhr starten, Leon erst um 13.30 Uhr!! Grim hatte aber eine relativ kleine Gruppe, die er souverän gewann und so wurde er Erster, ohne sich verausgabt zu haben. Gut für die Bundesliga! Leon startete stark, verlor jedoch den Kampf um den Einzug ins Finale und dann auch noch um Platz drei. Hier muss man jedoch sagen, dass dies wohl Mitschuld der Bundesliga war, denn Leons letzter Kampf war um 15.45 Uhr. Rechnet man ca.1.5 Stunden Fahrt ein, so kann man sich vorstellen, dass alles ziemlich knapp war und wir alle dementsprechend nervös. Leon hatte sogar schon seine Tasche gepackt, bevor er in den letzten Kampf ging und deshalb wohl auch den Kopf nicht so ganz frei. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an unsere beiden Freunde, dass sie sich diesen Stress angetan haben! Wir kamen um 17.15 Uhr in der Halle an und waren so sogar noch 30 Minuten vor Waageschluss eingetroffen – ein fast schon unerwartet früher Zeitpunkt.

Bei meinem Eintreffen in der Halle musste ich feststellen, dass Eberswalde nicht aussah wie das Team, das nach eigenen Aussagen „nur zuhause stark auftreten wollte, um dort die Fans zu unterhalten“. Im Gegenteil: Martin Schmidt (81 auf 73 kg) und Peer Schmidt-Düwigger (90 auf 81 kg) hatten Gewicht gemacht, und die bärenstarken Sonnemans und Hesse waren auch mit an Bord.

Zum Kampf: Im ersten Kampf unterlag Patrick Krahe dem ehemaligen niederländischen Meister Maurice Spek nach Wazaari-Führung im Boden. Patrick fehlt sicherlich noch eine Menge Erfahrung und Härte. Trotzdem kein schlechter Kampf von ihm. Danach musste Käptn Patrick Haas gegen den amtierenden Sumo-Europameister und früheren Junioren-Weltmeister Schmidt-Düwigger ran und machte seine Sache ausgezeichnet. Nach regulärer Kampfzeit stand es unentschieden, so dass beide Kämpfer in die Verlängerung mussten, die von der ersten Wertung beendet werden würde. Leider machte dieser der Mann aus Eberswalde und Patrick musste sich nach grandiosem Kampf geschlagen geben. Aber dann kam es knüppeldick: Florin Petrehele, der laut meiner Erinnerung noch nie für Walheim verlor, war chancenlos gegen den früheren Europameister Martin Schmidt, der sich in überraschend guter Verfassung präsentierte. Zwischenstand 0:3 in so einem wichtigen Kampf und Stille in der Halle. Ich hoffte nur noch auf ein 7:7, hatte mir den Sieg schon fast abgeschminkt, aber da hatte ich die Rechnung ohne meine Mannschaft gemacht, denn:

Im nächsten Kampf besiegte der erstmals vor heimischem Publikum antretende Neuzugang Ali Alimirzaie den früheren Nationalkaderathleten Sven Hesse, der zusammen mit Martin Schmidt noch vor zwei Jahren für Frankfurt/Oder auf Punktejagd ging, mit einem Haltegriff. Da wachte auch das Publikum auf, und von nun an wurde die Walheimer Auswahl vom Publikum lautstark angefeuert.

Christian Greve bewies im Anschluss wieder einmal seinen sportlichen Wert für die Walheimer Mannschaft, als er den Punktegaranten Jolitz, Kapitän der Eberswalder, schlug, 2:3. Dann kamen unsere beiden Niederländer: Leon schlug nach Anfangsproblemen den Eberswalder Fischer (man merkte ihm seine Müdigkeit doch sehr an) und „König“ Grim schlug im Golden Score den holländischen Ü 30- Weltmeister und zigfachen Platzierten bei Europameisterschaften, Ben Sonnemans. Das ist in etwa so, als wenn ein deutscher Nachwuchsathlet Frank Möller, Mister Schwergewicht in Deutschland, schlagen würde!! Riesenfreude bei unserem Schwergewichtler, die Kunde von diesem Sieg wird in ganz Holland die Runde machen.

Pause! Wir hatten aus einem 0:3 noch ein 4:3 gemacht und den Kopf erstmal aus der Schlinge gezogen. Doch jetzt mussten wir mindestens drei Athleten auswechseln und das fiel uns nicht leicht! Wir wollten 81 und 90 wechseln, weil die beiden auf der Bank schmorenden Schweitzer und Dautaj auf jeden Fall „rein“ sollten. Doch wer ging neben Haas und Greve noch raus? Wir entschieden uns, mit Florin Petrehele unseren absoluten Leistungsträger auszuwechseln, da er im ersten Kampf kein Rezept gegen den unangenehmen Schmidt gefunden hat. Leider musste sich Max Stahl, von Hause aus 66er, dadurch opfern und bis 73 kg gegen Schmidt antreten. Dies tat er auch. Danke nochmal, Max!

Also, los ging's wieder mit Krahe gegen Spek bis 100 kg, diesmal konnte Patrick jedoch mit einem Konter gegen Seoi-Nage seine ersten Punkt der Saison holen. Riesenfreude bei dem jungen Mann, dem dieser Sieg sicherlich Auftrieb geben wird. -81 kg verlor auch Schweitzer gegen Schmidt-Düwigger und -73 kg Stahl gegen den überragenden Schmidt, Zwischenstand 5:5! In einer Neuauflage der ersten Runde trat wieder Alimirzaie gegen Hesse an. Nach großem Rückstand konnte Ali seinen Gegner niederfighten und vorzeitig siegen. In diesem Kampf war das Publikum sicherlich eine große Hilfe für den Walheimer, er wurde frenetisch angefeuert, 6:5 für uns.

Dautaj, neu bis 90 kg reingekommen, siegte souverän gegen Herbst und dann kam Leon wieder. „Ich kann keine fünf Minuten mehr gehen“ sagte er vorher und entschied sich dann, seinen sehr starken Gegner Lasse Leitert nach ein paar Sekunden auf den Rücken zu werfen. Ganz so einfach war’s zwar nicht, aber nicht minder beeindruckend. Toll, Leon! Im letzten Kampf des Abends holte Grim dann den verdienten 9. Punkt gegen Lecher, und so konnten die Walheimer dann glücklich die Welle mit ihren Fans machen. 

Walheim ist besser auf Kurs als gedacht und hat nun zwei „leichtere“ Aufgaben zu erledigen. Am nächsten Samstag kommt um 16.00 Uhr Gelsenkirchen zu uns, bevor wir uns hoffentlich mit einem Sieg in Essen in die Sommerpause verabschieden. Zu den anderen Ergebnissen: Mönchengladbach und Gelsenkirchen kämpfen 7:7 unentschieden (erwartet), Kronshagen und Hamburg siegen 13:1 gegen Hattingen und Essen. Diese Siege fielen sicherlich ein bisschen hoch aus, verdeutlichen aber auch, dass einer der beiden Aufsteiger dieses Jahr wahrscheinlich auch der Absteiger sein wird. Nach dem nächsten Kampftag wird die Tabelle ein bisschen „geradegerückt“, da das erstplatzierte Kronshagen in Eberswalde antritt und wohl gegen die bärenstarken Ostdeutschen verlieren wird. 

Fazit: Wir sind mit dem Sieg von diesem Kampftag bis zum Ende im Titelrennen, sollten nicht 5 Mann auf einmal ausfallen. Toller Sieg, toller Gegner, tolles Publikum – so macht die Bundesliga Spaß!

Gelsenkirchen

25.05.2004

Stelldichein niederländischer Spitzenjudoka

Mannmannmann, was war das für ein Kampftag gegen Eberswalde! Wer da war, wird’s bestätigen, wer nicht da war ... Naja, wir haben ja noch drei Heimkämpfe!

Der nächste Heimkampf steht schon am kommenden Wochenende an, Gegner ist JC Koriouchi Gelsenkirchen. Die Gelsenkirchener um Trainer Szabo und Präsident Woelk haben fünf außerordentlich starke Ausländer in Ihren Reihen: Bis 73 kg die starken Gerits und Willemsen, bis 90 kg Meeuwsen und +100 kg Willy Bilstra, allesamt Niederländer. Dazu kommt noch der „eingeflogene“ Soslan Sasehew aus Russland. Die Niederländer sind allesamt sehr stark, zum Russen kann man nicht viel sagen, außer, dass er beim 7:7 gegen Mönchengladbach gepunktet hat und mal eine Medaille bei Studentenweltmeisterschaften geholt hat. Da die Gelsenkirchener aber genau wie wir nur 6 von 14 Kämpfen durch Ausländer bestreiten lassen dürfen, sollte uns vor denen nicht bange sein. Außerdem sind unsere Jungs so stark, dass sie das nicht erschüttern sollte. Schließlich treten wir in Bestbesetzung an und haben Ambitionen, an der Tabellenspitze zu stehen, und da kann das Ziel nur Sieg heißen.

Besonders freue ich mich auf die Duelle bis 73 kg und +100 kg, bei denen wir sicherlich tolles Judo sehen werden. Ansonsten ist Gelsenkirchen bis 60 und bis 100 kg eher schwach besetzt, bis 66 kg darf man Müller und Feldhaus nicht unterschätzen.

Im letzten Jahr gab es ein 7:7. Wir haben sechs Kämpfe gegen die Niederländer abgegeben, und einen Punkt gegen uns holte unser Neuzugang Shkumbin Dautaj, der in Gelsenkirchen Stammkämpfer bis 81 kg war. Für ihn wird es sicherlich ein ganz besonderer Tag. Für uns gepunktet haben 2003: 2 x Borgsteede, Menzel, Stahl, Haas, und 2 x Greve.

Kampfbeginn ist wegen des Fußball-Pokalfinales schon um 16.00 Uhr, und wer will, kann ja nachher mit der Mannschaft das Finale schauen. Wollen wir hoffen, dass an diesem Tag zwei schwarz-gelbe Teams was zu feiern haben... Jedenfalls sind alle heiß auf den dritten Sieg in Folge!!!!

Der Kader:
-60 kg: 
  Borgsteede, Flamand, Bastings, Radermacher
-66 kg:   Alimirzaie, Schink
-73 kg:   Petrehele, D. Moonen
-81 kg:   Haas, Schweitzer, Steven, Dautaj, S. Moonen
-90 kg:   Greve, Verhasselt, Morcinek
-100 kg:  Krahe, Heynen
+100 kg: Vuijsters, Küster

02.06.2004

Business as usual? VORSICHT!

Blickt man auf die Ergebnisse der bisherigen drei Kämpfe in der 2. Buli Nord, kann man sich vermeintlich zurücklehnen und mit Stolz und Zufriedenheit auf das bisher Erreichte blicken. Wir haben am Pfingstwochenende Gelsenkirchen mit 9:5 geschlagen (obwohl das deutlicher klingt als es war – gehen zwei Kämpfe statt für uns gegen uns aus, steht es auf einmal 7:7, und wir haben ein Problem) und stehen verlustpunktfrei auf dem zweiten Platz. Aber Vorsicht: der einzige echte Prüfstein bisher war Eberswalde, und da lagen wir 0:3 hinten und sahen unsere Felle, wenn nicht davonschwimmen, so doch schon in einiger Entfernung.

Der Sieg gegen die Judoka aus dem Ruhrpott (oder besser aus Holland und Russland, aufgefüllt mit Deutschen, von denen im bisherigen Saisonverlauf erst 1 Punkt geholt wurde) muss wohl in die Kategorie „Pflichtsieg“ eingeordnet werden, und so präsentierten wir uns auch: Wir hatten zwar Mühe, aber erledigten das von uns Erwartete. Gleiches steht uns am kommenden Wochenende bevor: gegen die Jungs aus Essen ist ein Sieg Pflicht, und am besten sollte der hoch sein, denn: Wir müssen davon ausgehen, dass der Aufsteiger Hamburg oder Walheim heißen wird. Beide Teams sind sehr stark, und ein Sieg würde uns der Meisterschaft sehr nahe bringen. Sollten wir jedoch unentschieden kämpfen, kommt es (Siege in den restlichen Begegnungen beider Teams vorausgesetzt) am Ende vielleicht auf die Kampfdifferenz an – und Hamburg hat Essen 13:1 geschlagen. Am Ende könnte aber auch unser Sieg gegen Eberswalde Gold wert sein, denn gegen die muss Hamburg noch antreten ... Viel wenn und aber. Lasst uns einfach alles gewinnen, dann brauchen wir uns nicht den Kopf zu zerbrechen.

Wir dürfen uns nicht ausruhen und müssen im Sommer für den Aufstieg arbeiten, denn es geht am 4.9. gegen Hamburg. Wir fahren Freitag Spätnachmittags ab und kommen Sonntag Nachmittag/Abend zurück.

Zu den einzelnen Kämpfen gegen Gelsenkirchen:

-100 kg: Krahe verliert gegen Meeuwssen, einen bärenstarken holländischen 90er.

-90 kg: Greve verliert gegen Sasehew, einen Russen, der mal Studentenweltmeister war, unglücklich – er lag ihm einfach nicht.

-81 kg: Käptn mein Käptn Patrick Haas muss schon wieder in die Verlängerung und verliert sehr, sehr umstritten. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Kampfrichter in diesem Kampf eine Art Exempel statuieren wollte. Ohne Zweifel gibt es im NWJV einige, die mit Patricks Art, Judo zu machen ihre Probleme haben und ihn dafür anscheinend "bestrafen" wollen. Wenn das hier so war, dann ist das ungeheuerlich!!! Diese Herren sollten in den Regeln nachschauen und den Paragraphen suchen, der besagt, dass sie den belohnen sollen, der ihrer Meinung nach „schöneres“ Judo macht. Wertungen zählen, Aktivität, harte Fakten und keine subjektiven Judoideale, meine Herren. Ihr Job ist zu beurteilen, nicht über die Kämpfer zu urteilen, bitte unterlassen Sie derartige Beeinflussungen von Kämpfen in der Zukunft. Patrick ist das jetzt schon mehrmals passiert, immer mit Kampfrichtern aus NRW, und so langsam sollte da mal ein Umdenken einsetzen. Ich jedenfalls bin Tage nach dem Vorfall immer noch stinksauer! Schönen Gruß Herr K. und Herr S.

+100 kg: Grim siegt souverän gegen einen von Gelsenkirchen geopferten 81er. Der arme Kerl.

-60 kg: Leon siegt ebenso souverän.

-66 kg: Ali macht wieder sein Ding – die Halle tobt. Sein Gegner Feldhaus ist der einzige Deutsche, der dieses Jahr einen Kampf für Gelsenkirchen in der 2. Buli gewinnen konnte.

-73 kg: Florin macht kurzen Prozess und siegt zur 4:3-Halbzeitführung.

Wir wechselten Grim aus, um Jean Verhasselt zu seinem Saisondebüt zu verhelfen (beides sind Ausländer, und wir dürfen nur 6 Kämpfe durch Ausländer bestreiten lassen), außerdem kamen Patrick Schweitzer und Shkumbin Dautaj neu rein.

-100 kg: Verhasselt verliert dumm gegen Meeuwssen, da er diesen im Boden gewähren ließ. Leider nutzte der sehr bodenstarke Meeuwssen diese Chance zum Sieg.

-90 kg: Dautaj liegt Wazaari zurück und siegt noch mit 2 Wazaari gegen Sasehew und seinen früheren Club. Stark gefightet!

-81 kg: Schweitzer verliert knapp gegen den gleichen Mann wie Haas.

+100 kg: Krahe siegt gegen Lowitz, muss aber in Punkto Aggressivität noch zulegen, um solche Kämpfe demnächst sicherer und früher zu gewinnen.

-60 kg: wieder Leo, wieder klarer Sieg.

-66 kg: das gleiche gilt für Ali.

-73 kg: das gleiche zum dritten: mit einem fulminanten Wurf beendet Florin diesen Kampf.

Endergebnis 9:5.

Wie sagen die Fussballer dann immer? Mund abwischen und weiter...

Essen

11.06.2004

Walheim vor Auswärtskampf in Essen

Am Samstag dem 12.06. müssen wir in Essen antreten. Müssen? Eher dürfen, denn 1. ist die Stimmung da besser als in den meisten anderen Hallen in NRW, 2. ist die Mannschaft menschlich in Ordnung und wir haben 3. eine angenehme Erinnerung an Essen: Unseren letzten Bundesligaaufstieg machten wir dort vor 3 Jahren mit einem 10:4 Auswärtssieg perfekt.

Das heißt: Wir erwarten einen Sieg, wahrscheinlich sogar einen klaren. Essens starke Leute sind Wiskamp und Köhler (beide kämpfen -100 und +100 kg) sowie Brock (-81 kg). Wir können aus dem vollen schöpfen, wenn man von der Verletzung Marcel Menzels absieht. Alle sind fit, das haben auch die Ergebnisse der Turniere vom letzten Wochenende gezeigt...

Die Aufgabe dieses Jahr ist geprägt von unterschiedlichen Ausgangspositionen: Wir haben einen sehr ausgeglichen und stark besetzten Kader, Essen ist als Regionalligaaufsteiger mit vereinzelt starken Leuten eher dem Tabellenende zuzuordnen. Ich bleibe bei meinem Tipp: Der Absteiger wird im Kampf Essen gegen Hattingen ermittelt. 

Der Kader gegen Essen:

-60 kg:    Borgsteede, Flamand, Radermacher, Bastings
-66 kg:    Alimirzaie, Schink
-73 kg:    Petrehele, D. Moonen
-81 kg:    Haas, Schweitzer, Steven, S. Moonen, Dautaj
-90 kg:    Greve, Morcinek, Verhasselt
-100 kg:  Krahe, Heynen

+100 kg: Vuijsters

--> Wer mitfahren möchte: Wir treffen uns am 12.06 um 12.30 Uhr an der Shell-Tankstelle an der Autobahnauffahrt Brand.

18.06.2004

Walheim weiter siegreich - Lange Pause bis zum Showdown

Am 4. Kampftag der 2. Buli Nord konnten wir deutlich mit 12:2 gegen Essen gewinnen. Die Kämpfe: 

Bis 60 kg siegte Leon Borgsteede zweimal klar gegen Mainusch, einen der besseren im Essener Team.

 -66 kg trat im ersten Durchgang Ali an und siegte nach überraschendem Wazaari-Rückstand gegen den jungen Essener Wunderlich schließlich mit Ippon. Im zweiten Durchgang verlor Ulli Schink bei seinem ersten Kampf nach langer Verletzungspause gegen eben diesen jungen Mann. Eigentlich muss er den schlagen ...

-73 kg gewann Florin Petrehele den ersten Durchgang souverän, im zweiten kam der erst 17-jährige Dominique Moonen (Bruder von Alex und Sebastian) zu seinem Saisondebut, das er mit einem schönen Ippon krönte.
 

-81 kg siegten beide Patricks, sowohl Schweitzer im ersten als auch Haas im zweiten. Beide zeigten eine sehr gute Vorstellung, mussten sie doch gegen den vom Trainerstab sehr stark eingeschätzten Brock antreten und konnten ihn beide Ippon werfen. 

-90 kg gewann Shkumbin Dautaj den ersten Kampf, im zweiten siegte der aufgerückte Schweitzer. 

-100 kg trat Patrick Krahe zuerst gegen den eigentlichen Chef im Essener Team, Philip Wiskamp, an und verlor nach knapp 2 Minuten. Im zweiten rückte Wiskamp auf (+100 kg), und so gewann Patrick gegen einen 90er.
 

+100 kg waren sowohl Köhler als auch Wiskamp, beides starke 100er, ohne jede Chance gegen König Grim. 

Fazit zum 4. Kampftag: Guter Kampftag, an dem wir jungen Leuten eine Chance geben konnten und doch deutlich siegten. Überzeugend waren eigentlich alle, deshalb möchte ich das Debüt von Dominique Moonen hervorheben, der seine Sache souverän und spektakulär machte und allen Mannschaftskameraden gehörig Respekt einflösste. Kommentar Florin: "Lass den immer kämpfen, dann brauch ich kein Gewicht mehr zu machen. Der ist super!" Dominique wird sich jetzt erst mal in der Regionalliga "durchkämpfen" und sicherlich noch mal seine Chance bekommen. Gut zu wissen, dass wir hier doppelt stark besetzt sind. 

Zwischenfazit zur Sommerpause:

Nach den Siegen gegen Mönchengladbach (11:3), Eberswalde (9:5), Gelsenkirchen (9:5) und Essen (12:2) stehen wir auf dem zweiten Tabellenplatz, und meine Prognose vom Saisonbeginn scheint sich zu bestätigen: Es läuft auf Hamburg, Eberswalde oder uns hinaus, wenn es um den Aufstieg in die 1. Bundesliga geht. 

Wir sind durchgehend gut besetzt und können überall siegen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren, wo wir immer ein bis zwei Problemklassen hatten, in denen sich dankenswerterweise Leute zur Verfügung gestellt haben, um dann oft doch nicht so lang zu stehen, ist das ein Riesenfortschritt. Das Team ist konzentriert und will sich die Chance zum Aufstieg nicht nehmen lassen. 

Am 4.9. geht's drum: Auswärtskampf gegen Hamburg, den bisherigen Spitzenreiter. Hamburg hat wie wir alle vier Duelle gewonnen, hat dabei 5 Kämpfe weniger abgegeben als wir und steht deswegen in der Tabelle vor uns. Wir haben aber schon Eberswalde geschlagen, was ich Hamburg nicht so ohne weiteres zutraue - das wird ein ganz enges Ding! Hamburg hat eine exzellent besetzte Mannschaft, die mit einigen Ausländern aus dem osteuropäischen Raum verstärkt ist. Die Umbenennung in Hamburger Judo-Team kam nicht von ungefähr: man munkelt, das der Hamburger Judo-Verband alles (finanzielle) dransetzen möchte, um im nächsten Jahr sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern eine Mannschaft in der 1. Bundesliga zu haben. Wenn der NWJV das doch auch bei uns machen würde... 

Gewinnen wir, sind wir in einer sehr guten Position aufzusteigen. Wir haben dann noch zwei Heimkämpfe, wo wir mit der Hilfe unserer Zuschauer gegen Hattingen (Aufsteiger) und gegen Kronshagen gewinnen müssen. Kronshagen hat sich verstärkt, sollte aber geschlagen werden, wollen wir uns den Aufstieg wirklich verdienen.

Kämpfen wir Unentschieden oder verlieren wir, müssen wir bis zum letzten Kampftag zittern. Hamburg hat außer uns noch Mönchengladbach und Eberswalde zu kämpfen.
 

Das Ziel lautet also einen Sieg in Hamburg zu holen, und dafür brauchen wir Hilfe: Wir haben uns entschlossen, möglichst vielen Fans diesen "Judo-Leckerbissen" zu ermöglichen und eine Reise nach Hamburg (Abfahrt Freitag 3.9. nachmittags, Rückfahrt Sonntag 5.9.) organisiert. Neben der Anreise per Bus ist im Pauschalpreis eine Stadtrundfahrt und (hoffentlich!!!) eine Party in Hamburg am 4.9. inbegriffen. Anmeldungen bitte an Roland Schiffler. Hinweis

Also, bitte helft uns, kommt mit und schreit unsere Jungs zum Sieg! 

Einstweilen haben wir noch zwei Regionalligakampftage am 19. und 26.6 vor uns und die Ü 30-WM für den "Organisationsstab Walheimer Bundesligajudo" mit Heribert Hunds, Uli Kreutz, Marcel Grosser, Jörg Heynen, Roland Schiffler und Frank Heynen.

Hamburg

03.09.2004

Showdown in Hamburg

Endlich ist es soweit, der große Tag des wohl  vorentscheidenden Kampftages ist da. Die Situation vor dem Kampf: Hamburg und Walheim sind beide verlustpunktfrei, der Sieger dieses Kampfes hat die allerbesten Chancen aufzusteigen. Das Restprogramm beider Mannschaften spricht leicht für Walheim, da wir zwei mal zu Hause antreten können (Hattingen und Kronshagen), während Hamburg nach Gladbach muss und am  letzten Kampftag die bärenstarken Eberswalder empfängt.

Bei Hamburg fällt vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit auf - alle Klassen sind mindestens doppelt mit zweit- und erstligatauglichen Judoka besetzt. "Star" der Truppe ist der erst 19 jährige Sascha Costa, der letztes Jahr als 18jähriger deutscher Vizemeister der Senioren wurde (dieses Jahr legte er mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft U 20 nach).

Wir sind fast voll besetzt, lediglich Leon Borgsteede (Familienfeier), Alex Moonen (Rekonvaleszent nach Schulter-OP) und Dominique Moonen (Olympia-Auswahl-Lehrgang in den Niederlanden) stehen nicht zur Verfügung.

Ich denke, dass wir in Hamburg gewinnen können. Voraussetzung: Alle müssen ihr bestes Judo zeigen. Aus meiner Sicht sind wir in 3 Klassen klar besser als Hamburg, in 2 Klassen haben wir leichte Vorteile, eine ist offen, in einer Klasse ist Hamburg favorisiert.

Viel hängt davon ab, ob Hamburg seine beiden bärenstarken Russen (73 und 100 kg) einfliegt. Mit denen haben wir es dann ein bisschen schwerer ...

Also: Daumen drücken und bis zum 11.09.04, 18.00 Uhr, im Inda-Gymnasium, dann steht nämlich der nächste  Kampftag (gegen Hattingen) an!

Wer es bis dahin nicht aushält: Um 14.00 Uhr kämpft am 04.09.04 unsere Regionalligamannschaft gegen Dortmund und Langenfeld, ebenfalls in der Inda-Sporthalle.

06.09.2004

Krimi in Hamburg endet mit Walheimer 9:5-Sieg

Am Freitag, dem 3.9.2004, reisten wir nach Hamburg, um uns am darauffolgenden Samstag dem Hamburger Judo-Team zum Duell um die Tabellenspitze in der 2. Bundesliga Nord zu stellen. Hamburg war vor dem Kampftag genau wie wir verlustpunktfrei, hatte aber eine leicht bessere Unterbewertung und war deshalb Tabellenführer. Aus genau diesem Grund wollten wir in der Hansestadt gewinnen, um unser Saisonziel, den Aufstieg in die 1. Bundesliga, zu erreichen.

Es kam wie erwartet zu einem Spitzenduell zwischen zwei Teams, die dieses Jahr auch sorgenfrei in der 1. Bundesliga leben könnten: Dort gibt es schwächere Mannschaften.

Der Kader der Walheimer Mannschaft war exakt auf diesen Kampf ausgerichtet. Die Aufstellung stand schon lang vorher fest – das allein ist nicht sonderlich verwunderlich. Aber auch unsere Auswechslungen waren vorher klar, wir wollten bis 81, 90 und 100 kg wechseln. Der Grund lag für mich auf der Hand: Wir haben absolute Spitzenleute in den anderen Klassen (-60, -66, -73, +100 kg), und die wollte ich in diesem für uns wichtigsten Kampf des Jahres doppelt kämpfen und punkten lassen. Außerdem gibt es in den Klassen bis 81 und 90 kg keine wirkliche Nr. 1, was bedeutet, dass wir dort eh wechseln, um beiden Athleten „ihren“ Einsatz zu geben.

Die Hamburger hatten wie erwartet ihre Russen -73 und -100 kg „eingeflogen“, um in Bestbesetzung dem Bundesligaaufstieg näherzukommen. Sascha Costa (2. der letzten Deutschen Meisterschaften der Männer) ging zwar über die Waage, wir rechneten aber aufgrund seines Einsatzes bei der Europameisterschaft U 20 nicht mit seinem Antreten – was wäre, wenn er sich in der 2. Bundesliga verletzen würde?

Zum Kampf: Die Hamburger stellen wie erwartet auf, und so ging es mit unseren „Wunschpaarungen“ in die erste Runde:

-90 kg: Hildebrandt (Hamburg) gegen Dautaj (Walheim)  1:0
Shkumbin verlor äußerst umstritten mit einer Strafe Unterschied gegen den bärenstarken Hamburger. Sein klarer Wazaari (er warf seinen Gegner auf den Rücken) wurde außerdem nur als Yuko gewertet, und wir waren alle ziemlich sauer. Wann hört es endlich auf, dass in Duellen gegen Mannschaften aus Stadtstaaten (Hamburg, Berlin) Kampfrichter aus dem dortigen Umland schiedsen? Zumindest kann man bei umstrittenen Entscheidungen so den bitteren Beigeschmack vermeiden...

-100 kg: Turlajev gegen Krahe  2:0
Patrick fand nie ein Mittel gegen den großen, körperlich überlegenen Russen und fing sich eine Strafe nach der andern ein. Sein Versuch eines Angriffs wurde von seinem Gegner übernommen, und der Kampf war für Patrick vorüber.

-66 kg: Falk gegen Alimirzaie  2:1
Ali kämpfte den deutschen Studentenmeister nieder und nahm ihn gegen Ende des Kampfes in den Haltegriff, aus dem es kein Entrinnen gab.

+100 kg:  Freese gegen Vuijsters  2:2
Im letzten Jahr habe ich gegen den gleichen Gegner verloren, unter anderem weil er viel kräftiger war als ich. Gegen Grim dagegen sah er teilweise saft- und kraftlos aus, und Grim siegte sehr souverän. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, so einen bärenstarken Schwergewichtler im Team zu haben.

-73 kg: Vostrikov gegen Petrehele  2:3
Großer Schock für Florin und fürs ganze Team: nach überzeugendem Beginn verlor der Walheimer durch einen Te-Guruma den vorher sicher geglaubten Kampf. Der Hamburger wartete immer nur auf die Gelegenheit zum Ansatz seines Spezialwurfs, und Florin schaffte es nicht, ihn auf Distanz zu halten. Vielleicht agierte er in diesem Kampf mit einem zu offensiven Griff.

-81 kg: Nadirashvilli gegen Haas  3:3
Dieses war für unseren Käptn der wahrscheinlich schwierigste Kampf dieses Jahres, wenn nicht überhaupt. Der Druck war nach der unerwarteten Niederlage Florins immens, und alle Blicke zeugten von Niedergeschlagenheit im Team – jeder hatte Angst, die Chance auf den Aufstieg so kurz vor Schluss zu verlieren. Patrick Haas jedoch zeigte einen Wahnsinnskampf, der über die Zeit und an alle Kraftreserven ging. Zum Schluss siegte er mit einer kleinen Wertung, da beide Kämpfer zuvor je drei Mal verwarnt wurden. Der Käptn hatte uns wieder auf Kurs gebracht!

-60 kg: Banay gegen Flamand  3:4
Was für ein Judoka! Der Junge aus dem 50 km entfernten Lüttich zeigte wieder tolles Angriffsjudo, das den Zuschauern des öfteren den Mund offen stehen ließ. Fabrice siegte sicher und ließ dem guten Hamburger keine Chance.

Pause. Große Enttäuschung bei den Hamburgern, damit hatte man wohl nicht gerechnet. In der Pause erfuhren wir, dass unsere Zweite sensationell zwei Siege in der Regionalliga einfuhr und so den Klassenerhalt gesichert hatte. Es schien ein guter Tag für Walheim zu werden!

Zweiter Durchgang

-90 kg: Hildebrandt gegen Greve  4:4
Chris verlor klar (3 Rollen und ein Wazaari) gegen den 1. der Nordost-Meisterschaften 2003

-100 kg: Turlajev gegen Heynen  5:4
Eigentlich war mein Comeback in der Bundesliga nicht als Opfer geplant gewesen, aber im Nachhinein betrachtet, hatte ich dem russischen Bären nichts entgegenzusetzen.

-66 kg: Lenk gegen Alimirzaie  5:5
Ali musste gegen den ehemaligen zweifachen deutschen Meister der Jugend in die Verlängerung, auch weil sein (im 1. Durchgang bewiesenermaßen starker) Bodenkampf immer zu früh vom Kampfrichter unterbrochen wurde. Nach fast 8 Minuten gab es die überfällige Strafe gegen den jungen Hamburger, den man aber in Zukunft im Auge behalten muss.

+100 kg: Lauterbach gegen Vuijsters  5:6
Grim machte es wie im 1. Durchgang: Er machte seinen Gegner zwei Minuten lang müde, bevor er ihn Ippon warf.

-73 kg: Vostrikov gegen Petrehele  5:7
Diesmal drehte Florin den Spieß um und besiegte seinen Kontrahenten aus der 1. Runde. Bemerkenswert hierbei: Der Kampf ging 5 Minuten (das erste mal in dieser Saison) und Florin siegte ohne sein beeindruckendes Technikpotential, sondern nutzte eher „alte“ Walheimer Tugenden. So hielt er z. B. diesmal den Ellbogen immer vor der Brust des Gegners und konnte diesen so daran hindern, in seinen Te-Guruma einzusteigen. Kompliment, Florin!

-81 kg: Nadirashvilli gegen Schweitzer  5:8
Patrick konnte nach kurzer Zeit das weite mit-links-über-die-Schulter-Greifen des Hamburgers nutzen und knallte ihn mit Seoi-nage links vor die Füße des Walheimer Anhangs. Ippon, und den Auswärtssieg perfekt gemacht!

-60 kg: Costa gegen Flamand  5:9

Die Hamburger mussten dreimal wechseln und deswegen stand Costa wohl in der Formation des 2. Durchgangs. Kämpfen wollte er jedoch nicht gegen Fabrice.

Der Jubel war natürlich groß und der erste mitgebrachte Bierkasten schnell leer. An diesem Abend hatten wir dann noch ein paar kühle Blonde...

Die Mannschaft präsentierte sich bärenstark, und so können wir gelassen den letzten beiden Kampftagen gegen Hattingen am 11.9. (wahrscheinlich der Absteiger in die Regionalliga) und Kronshagen am 25.9. (dieses Jahr wieder sehr gut unterwegs) entgegensehen. Ich bin guter Dinge, dass wir den Aufstieg schaffen!

 

Hattingen

08.09.2004

Walheim vor Pflichtaufgabe – Schink, Moonen und Menzel vor Kämpfen

Am 11.09.2004 steht das Judoteam Walheim vor der Pflichtaufgabe, den 1. JJJC Hattingen im Heimkampf zu besiegen. Pflicht deshalb, weil Walheim alle bisherigen Kämpfe gewonnen hat und Hattingen alle verlor und wohl am Ende der Saison absteigen wird.

Zum Gegner:

Hattingen ist Aufsteiger in die 2. Bundesliga und hat sich danach nicht großartig verstärkt. Die Riege um Stephan Bode bleibt eher mit beiden Füßen auf dem Boden der Tatsachen und versucht, mit der Mannschaft, die den Aufstieg schaffte, auch die Liga zu halten. Diesen Vorsatz erschwert jedoch die deutliche Niederlage gegen Essen am letzten Wochenende, und nur noch große Optimisten glauben daran, die Klasse halten zu können. Stärkste Leute bei den Hattingern sind die 66er (ein Holländer, ein Belgier), der 81er Jürgen Wagner (und das als über 40-jähriger!!!) und ein belgischer 90er.

Zu uns:

Leon Borgsteede wird wieder fehlen (er hat genau wie Grim Vuijsters ein Qualifikationsturnier zur niederländischen Meisterschaft), Grim versuchen wir jedoch noch rechtzeitig zur Waage herzubringen, da seine Klasse beim o.g. Turnier früher beginnt. Patrick Krahe fehlt aus privaten Gründen. Ansonsten sind wir mehr als vollzählig, denn sowohl Alex Moonen als auch Marcel Menzel werden ihr Comeback nach langer Verletzungspause geben! Wegen seiner herausragenden Leistung in der zweiten Mannschaft am letzten Wochenende werden wir auch den Ur-Walheimer Ulli Schink in der Bundesliga sehen.

Der voraussichtliche Kader:

Flamand, Schink, Menzel, Alimirzaie, Petrehele, Haas, Schweitzer, Dautaj, Greve, Heynen, A. Moonen, Vuijsters

Wir wollen deutlich siegen, um das Tor zur Bundesliga noch weiter aufzustoßen. Kampfbeginn in der Inda-Sporthalle Kornelimünster ist um 18.00 Uhr.

14.09.2004

Höchster Walheimer Sieg seit 6.6.1998 (13:1 gegen Lübeck) – Comebacks en masse

 

Der Tabellenletzte zu Gast beim Tabellenführer. Da erwartet man einen deutlichen Heimsieg, aber ein 13:1 ist dann doch schon etwas besonderes…

 

Die Gäste reisten mit genau zehn Kämpfern an, das machte uns das Einschätzen des Gegners leichter. Stark erwarteten wir die Klassen -90 kg (der Belgier van Kerckhoven) und bis 66 kg (der Bruder des 90ers). In Reihen der Gäste steht auch unser Trainingskamerad Sven Gohrbandt, der in Aachen studiert und deshalb häufig bei uns in der Halle anzutreffen ist. Für Patrick Schweitzer war es ein Wiedersehen mit seinen alten Teamkollegen, schließlich wechselte er vor zwei Jahren von dort zu uns.

 

Die Kämpfe im ersten Durchgang:

 

+100 kg Alexander Moonen gewinnt gegen Pauke. Alex machte bei seinem Comeback nach sehr langer Verletzungspause kurzen Prozess und siegt mit Wazaari-Wurf und Haltegriff. 1:0

 

-81 kg gewinnt Patrick Schweitzer vorzeitig, jedoch mit viel Mühe gegen den Hattinger Scheffel, der wohl sehr gut auf Patrick eingestellt war. Patrick konnte sich aufgrund seiner Erfahrung aber den Punkt sichern. 2:0

 

-66 kg war abgesprochen, dass Marcel Menzel zu seinem Comeback kommen sollte. Er hatte es mit dem starken van Kerckhoven zu tun, sah jedoch lange Zeit sehr gut aus. Leider konnte der Belgier ihn im Verlaufe des Kampfes „gegendrehen“, also die Aktion Marcels kontern, und so gewinnen. Trotzdem: Gute Visitenkarte des jungen Walheimers, der vor diesem Kampf natürlicherweise einen großen Trainingsrückstand aufwies. 2:1

 

-100 kg hatte Patrick Krahe aus privaten Gründen „frei“, deswegen probierten wir im ersten Durchgang etwas aus: da die Hattinger keinen bis 100 kg eingewogen hatten, wussten wir, dass ein 90er dort antreten würde. Wir setzten Kapitän Patrick Haas ein, und er rechtfertigte unser Vertrauen mit einem ungefährdeten Sieg gegen Richter. 3:1

 

-73 kg trat Florin Petrehele an und siegte gegen von Roden. Der wehrte sich zwar ziemlich clever,  konnte der vorzeitigen Niederlage aber nicht entkommen. 4:1

 

-60 kg war wieder Showtime angesagt. Wir verfügen in dieser Klasse über die beiden besten Kämpfer in der 2. Bundesliga und diesmal war Fabrice da (Leon hatte am gleichen Tag die Qualifikation zur holländischen Meisterschaft gewonnen und schaffte es nicht mehr rechtzeitig zu Waagebeginn) und zeigte wieder tolles Judo. Beim 5:1 hatte Karakus keine Chance

 

-90 kg siegte Greve gegen den starken van Kerckhoven. 6:1

 

Zur Pause wechselten wir ein: Ulli Schink, Ali Alimirzaie, Grim Vuijsters und mich sät dr Jeck. 

 

+100 kg Grim Vuijsters, der ebenso wie Leon die Qualifikation zur niederländischen Meisterschaft gewonnen hatte, aber dort früher fertig war und es rechtzeitig nach Aachen geschafft hatte, gewinnt kampflos gegen den verletzten Pauke. 7:1

 

-81 kg Patrick Haas gewinnt vorzeitig, jedoch ebenso wie Teamkollege Patrick Schweitzer mit viel Mühe gegen den sehr clever agierenden Jürgen Wagner. 8:1

 

-66 KG Ulli Schink macht den ersten Punkt in der Bundesliga dieses Jahr, und das gegen einen sehr guten van Kerckhoven, der jedoch nie eine Chance gegen das TSV-Urgewächs hatte. 9:1, und die Halle bebte (Ulli ist Mitglied der Fußballmannschaft des TSV, und seine anwesenden Mannschaftskollegen machten ihrer Freude über Ullis sehr gute Leistung Luft).

 

-100 kg gab’s das nächste Comeback: Ich trat nochmal vor heimischem Publikum an und hatte es mit dem oben schon erwähnten Sven Gohrbandt zu tun. Natürlich kennen wir uns beide gut, und so sah der Kampf wahrscheinlich auch dementsprechend langweilig aus. Ich wollte jedoch auf keinen Fall verlieren und ging deshalb wohl etwas zu vorsichtig ans Werk. Es reichte trotzdem zum Ippon-Sieg. 10:1

 

-73 kg: Ali hatte Geburtstag und uns gebeten, aus diesem Grund kein Gewicht -66 kg machen zu müssen. Wir forderten als Gegenleistung einen Punkt -73 kg, den er auch holte. 11:1

 

-60 kg wieder Flamand gegen Karakus, wieder das gleiche Bild: Karakus versuchte den Techniken von Fabrice auszuweichen, was jedoch nicht gelang. Der Techniker in Walheimer Reihen holt das 12:1

 

-90 kg: wieder gewinnt Greve, diesmal gegen Richter. 13:1

 

An diesem Tag (bzw. später beim Feiern) standen denn auch naturgemäß Alex Moonen und Ulli Schink mit Ihren ersten Bundesligasiegen in dieser Saison im Mittelpunkt, und auch mir hat’s riesig Spaß gemacht, noch mal vor heimischem Publikum zu kämpfen. Die ganze Mannschaft bot eine konzentrierte Leistung und keiner, auch nicht der arme Tropf Menzel, der immerhin sehr lange verletzt war und vor diesem Kampf deswegen kaum trainiert hat, enttäuschte. Glänzen konnte man jedoch gegen Hattingen nicht sehr gut, dafür waren die Jungs aus dem Ruhrgebiet bis auf wenige Ausnahmen einfach zu schwach. Ausnahme Ulli Schink: Klasseleistung gegen einen sehr guten Gegner, der im ersten Kampf gegen Menzel seine Klasse bewies und den einzigen Punkt der Hattinger holte.

 

Einmal noch. Einmal gewinnen, und wir sind Meister und Aufsteiger in die erste Bundesliga. Genauer gesagt fehlt uns sogar nur ein Unentschieden, aber wenn wir schon Zuhause antreten und den Aufstieg perfekt machen können, wollen wir auch einen Sieg. Gegner ist der TSV Kronshagen aus Kiel, alter Weggefährte seit zig Jahren. Ein Sieg sollte möglich sein, wenngleich es wohl eher eng zugehen wird, sollte Kronshagen komplett antreten können.

Wir würden uns sehr freuen, an diesem letzten Kampftag alle Freunde des Walheimer Judo in der Halle begrüßen zu können, damit wir von Euch/Ihnen zum Titel gebrüllt werden. Achtung: Kampfbeginn ist wegen der Doppelveranstaltung mit den Ringern schon um 17.00 Uhr in der Turnhalle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster!

 

Kronshagen

27.09.2004

1. Bundesliga, wir kommen!!!

Samstag, 19.05 Uhr, der 9:5-Sieg ist perfekt und die Feier beginnt: Wir haben den Aufstieg in die 1. Bundesliga zum dritten Mal gepackt und dass das erste Mal vor heimischem Publikum. Danke nochmal, das war echt ne tolle Stimmung in der Halle. Besonderen Dank an unsere Jungs vom Trommlercorps ...

Kronshagen trat an diesem Tag, wie auch schon in den letzten beiden Kämpfen nach der Sommerpause, ohne ihre ausländischen Legionäre an (60er, 100er und +100er, zwei Polen, ein Bulgare) und war damit von der Papierform her zwar Außenseiter, aber nicht zu unterschätzen. Wir hatten alles dabei, sogar Grim Vuijsters hatte die Verlegung einer wichtigen Prüfung erreicht, um beim Saisonabschluss dabei sein zu können.

Die Kämpfe im einzelnen:

-66 kg: Alimirzaie gewinnt mit Wurf-Ippon. Das allein hätte schon ’ne Feier nach sich gezogen … (Sorry Ali, den Witz auf Deine Kosten musste ich einfach machen!)

-90 kg: Dautaj verliert gegen den besten Mann der Kronshagener, den Tschetschenen Issa Saroit. Jetzt wissen wir, warum sie ihn den Bären aus dem Kaukasus nennen. Beeindruckend kräftig, der Junge.

-73 kg: Florin Petrehele siegt wieder einmal souverän.

+100 kg: Grim spielt mit dem eigentlich sehr starken Onur und wirft ihn hin wie ’ne Spielzeugpuppe.

-81 kg: Haas siegt mit Kata-Guruma, da er den Gegner aus Abtaucher-Position noch mal hochhebt und auf die Matte donnert. Das hat laut geknallt!

-60 kg: Leon Borgsteede schlägt Gutsche mit Ippon.

-100 kg: Krahe verliert nach sehr guter 1. Kampfhälfte gegen den clevereren Holzer. Der hat im Laufe der 7 Kampftage von 9 Duellen 8 gewonnen, und das nötigt Respekt ab.

Pausenstand 5:2, noch zwei Punkte bis zum Unentschieden, das zum Aufstieg reichen würde. Aus dem Grund wechselten wir ein wenig risikoreicher, als wir dies bei knapperem Stand machen würden und holten fast ein komplett neues Team auf die Matte. Lediglich Florin durfte noch mal ran.

2. Durchgang:

-66 kg: Schink verliert nach wieder sehr gutem Kampf gegen den international erfahrenen Punktegaranten Rittershofer. Hätte er ein wenig früher „aufgedreht“, wäre sogar mehr drin gewesen. Aber Yuko gegen Rittershofer zu verlieren, ist trotzdem nicht schlecht!

-90 kg: Greve verliert spektakulär gegen Saroit, nachdem er Wazaari geführt hatte.

-73 kg: Petrehele zum 2., toller Punkt zum 2.

+100 kg: Alex Moonen war richtig heiß auf seinen Einsatz, war verboten schnell von einem Arbeitseinsatz in Eindhoven nach Aachen gerast, und dann stellt Kronshagen einen 73er hin, der nicht kämpfen möchte. Schade, Alex (imposante 135 kg) hatte Tränen in den Augen, wollte so gern im Aufstiegskampf kämpfen. Damit war das Unentschieden gesichert, Walheim stand als Aufsteiger fest.

-81 kg siegte Patrick Schweitzer mit Uchi-Mata-Ippon, das passiert ihm auch nicht alle Tage! Und wir hatten den 8. Punkt, würden also sogar verlustpunktfrei in die Bundesliga wechseln!

-60 kg: Fabrice Flamand trat trotz einer Verletzung am Fuß an, wollte auch unbedingt dabei sein wenn uns der große Wurf gelingt. Um sich zu schonen, warf er Gutsche nach 3 Sekunden mit Yoko-Tomeo-Nage hin. Wieder schön anzusehen, das Judo des jungen Belgiers. Vielleicht war er aber auch motiviert, weil Freundin Valérie dabei war. Die kann wegen eigener Termine (sie ist Belgiens beste 57erin) nur selten zuschauen kommen.

-100 kg: Den letzten Kampf des Abends machte Thomas Morcinek, der sich schon seit Wochen für diese Chance aufdrängte, aber nicht so recht das Selbstvertrauen hatte, in dieser hohen Liga mithalten zu können. Er verlor zwar gegen den oben bereits erwähnten Holzer, machte seine Sache aber gut und wird wohl den Respekt vor der Bundesliga ein wenig verloren haben. Wir waren zufrieden, Thomas!

Danach feierten wir in der Halle und revanchierten uns bei den Ringern für deren Unterstützung bei unserem Kampf, bevor es in die Bahnhofsvision zum „Bankett“ ging. Grim hatte den lokalen Tilburger Kräuterschnaps (so ’ne Art holländischer Els) mitgebracht, und der Vorstand hatte Bauchtänzerinnen und original japanische Taiko-Trommeln organisiert. Toller Abend, obwohl einige am nächsten Tag kämpfen mussten. Leon ist auch wieder fit. 

Über die Saison gesehen zeigt sich, dass wir unsere Stärken im Leicht- und Schwergewicht haben (siehe Tabelle unten). 

Zu den Kämpfern: Die meisten Siege holte Grim Vuijsters (11) vor Ali Alimirzaie (10), beide gewannen alle ihre Kämpfe. 9 Siege aus 11 Kämpfen holte Florin Petrehele. Mit sieben Siegen folgen Flamand, Borgsteede (beide auch ungeschlagen) und Schweitzer (2 Niederlagen). Auch Dautaj (6 Siege/2Niederlagen) und Haas (5/3) überzeugten. Die weiteren Punkte steuerten bei Krahe (3), Greve, Alex Moonen (je 2), Schink, Dominique Moonen, Heynen (je 1).

Die Gewichtsklassenbilanz der Saison 2004:

Bilanz

14

Kämpfe

 

 

 

 

 

Klasse

Gewonnen

Verloren

 

60

14

0

100,00%

66

10

4

71,43%

73

11

3

78,57%

81

10

4

71,43%

90

8

6

57,14%

100

5

9

35,71%

+ 100

14

0

100,00%

 

 

 

 

 

72

26

 


Danke für die Unterstützung, ich hoffe, wir konnten Euch dieses Jahr Freude bereiten! Im nächsten Jahr brauchen wir noch mehr Kraft durchs Publikum und Umfeld, denn da sind wir einer der „Kleinen“ und nicht der Favorit der Liga. Ziel: Platz 6 und keine Abstiegssorgen.

 

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