Vorbemerkung Einleitung Die Anfangsjahre
|
|
|
|
10.02.2010 |
VorbemerkungIn mehreren Teilen wollen wir die Entwicklung unserer Abteilung vom Gründungsjahr 1974 bis zur Gegenwart mit vielen interessanten Details, Bildern und Geschichten darstellen. Grundlage der Darstellung ist das anlässlich des 25jährigen Bestehens der Judoabteilung im Jahre 1999 erstellte Jubiläumsheft. In der Vorbereitung wurde deutlich, dass offenbar noch sehr viel mehr Material in Form von Fotos, Berichten und Zeitungsartikel vorhanden ist – leider über viele Mitglieder verstreut. Wir möchten daher die Angehörigen der Abteilung und des gesamten Vereins bitten, für die ausstehende Teile der Chronik (ab 2000) Material leihweise zur Verfügung zu stellen; Ansprechpartner ist unser „Archivar“ Heribert Hunds, eMail: hh@hertha-walheim.de, Tel. 0241 / 528308.
|
|
10.02.2010 |
EinleitungZum gegenwärtigen Zeitpunkt blicken die nun ca. 200 Mitglieder auf ein über 30-jähriges Bestehen ihrer Abteilung zurück. Stetig entwickelte sich die Judoabteilung positiv weiter, was im einzelnen nachfolgend zu lesen ist. Für eine weitere positive Zukunft stehen unsere sehr starken Jugend- und Kindergruppen mit ca. 150 Mitgliedern. Unsere Bundesligamannschaft hat, nach einem unglücklichen Abstieg aus der 1. Liga 2006, im Jahre 2007 in der 2. Liga den Vizemeistertitel errungen; im anschließenden Relegationsturnier konnte sie dann den sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Liga perfekt machen. In den folgenden Jahren behauptete sich unsere Mannschaft in der 1. Liga, wenn auch jeweils nur knapp (Relegation 2008, 6. Platz 2009). Für die Saison 2010 konnte die Mannschaft im wesentlichen gehalten und in einigen Gewichtsklassen gezielt verstärkt werden, wir hoffen auf ein erfolgreiches Abschneiden! Ein wesentlicher Punkt in unserer Zukunftsplanung ist die jetzt im Bau befindliche Judo- und Freizeithalle auf dem Walheimer Sportplatzgelände. Sie wird unsere Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten deutlich verbessern und mit einiger Sicherheit für einen kräftigen Mitgliederzuwachs, insbesondere im Kinder- und Jugendbereich, sorgen
|
|
10.02.2010 |
Chronik 1974-19991974 1974 versammelten sich im Hinterraum einer Walheimer Gaststätte um den Abteilungsgründer Willi Braun junge Walheimer, um die Techniken des Jiu-Jitsu, eine Selbstverteidigung bestehend aus Judo, Karate und Aikido zu erlernen. Der Hinterraum des Lokals wurde dann auch unsere erste Trainingsstätte. Beim zweiten Training fanden sich schon 30 Sportler ein. Attribute wie Kameradschaft, Zusammengehörigkeit und Geselligkeit wurden bei H. Braun groß geschrieben. Bis zum heutigen Tag hin ist dies sicher auch ein Erfolgsrezept unserer Abteilung. Da die Zahl der Interessenten immer größer wurde, konnten die Trainingsprobleme nicht mehr gemeistert werden. Die große Hertha-Familie nahm uns dann freundlich und hilfsbereit als neue Abteilung in ihre Reihen auf. Bei den ersten Turnieren in Duisburg, Fredeburg usw. zahlten wir alle sehr viel Lehrgeld, jedoch wird heute noch schmunzelnd von den Erlebnissen am Rande der Turniere berichtet.
Erster Auftritt im Walheimer Festzelt mit Abteilungsgründer Willi
Braun 1975
1975 wurde eine Jugendgruppe
gegründet, die schnell großen Anklang fand. In dieser Zeit wuchs die
Abteilung auf ca. 80 Mitglieder an.
1976
Im Herthaheft 1976 gab Willi Braun einen ersten Einblick in den
Judosport und berichtete über die ersten Erfolge der gemeldeten
Mannschaften (
Die Walheimer Riege,
welche sich in Montebourg dem Kampf stellte 1977 1977 konzentrierten wir uns mehr und mehr auf den Judosport. Die Konsequenz war der Anschluss an den Deutschen Judobund. Leider wurden hier unsere Gürtelprüfungen vom DJB nicht anerkannt, was für uns ein Neubeginn bedeutete. Unseren Jugendlichen kam dies letztendlich zu Gute. Schüler wie T. Läufer, G. Founne die Brüder Borger und Cousain entwickelten sich im Kreis zu guten Judokas.
Erste
große Gürtelprüfung der Judoabteilung 1978 1978 verließ Herr Braun aus beruflichen Gründen die Abteilung. H. Hunds als Abteilungsleiter, G. Lesmeister, G. Wermeester, A. Kloubert übernahmen die Geschicke der Abteilung. Mit viel Einsatz und Begeisterung "kämpften" wir uns als Unerfahrene durch. Eine große neue Judomatte kam zur richtigen Zeit, da der Mitgliederzuwachs groß war.
1979 1979 gelang es uns, im Selbstverteidigungsbereich, den besten Trainer der Umgebung, Robert Prümm, für uns zu gewinnen. Im Judo wurde eine erste Gürtelprüfung nach DJB Richtlinien erfolgreich durchgeführt. Als unerfahrene Betreuer, wagten wir uns auf Kreis- und Bezirksturniere. Die ersten Stadtmeister unserer Judoabteilung waren T. Läufer und B. Maaflen; in der Gesamtwertung landeten wir ganz vorne.
1980 1980 hatten wir uns in Judokreisen schon einen kleinen Namen gemacht. Sehr stolz waren wir über den Wechsel des sehr guten und bekannten Judo-Junioren Norbert Souvignier in unsere Abteilung. Das zeigte uns, dass wir sportlich und kameradschaftlich auf dem richtigen Weg waren. Im Kinderbereich kam A. Blumenröder als Grün-Gurt zu uns. Es folgten so gute Judokas wie Roland Schiffler, M. Janke und N. Riedel. M. Borger erkämpfte für uns den ersten Pokal, A. Mroszok wurde unsere erste Kreismeisterin.
1981 1981 war das Jahr der Junioren. Norbert Souvignier qualifizierte sich für die Deutsche Juniorenmeisterschaften. Erstmalig stellten wir eine A-Jugend-Mannschaft, welche auf Anhieb Platz 3 belegte.
Norbert Souvignier
1982 1982 gelang unserer A-Jugend sogar der Aufstieg in die Bezirksliga. Unser heutiger Erstligakämpfer Derk Buchsteiner war schon damals neben T. Läufer und V. Keppler Garanten für den Sieg.
(Von links nach rechts). Heinen, J. Harms, A. Frings, M. Borgner, M. Baumgart, C. Döhrn,
1983 1983 war ein wichtiges Jahr für unsere heute so erfolgreiche Seniorenmannschaft. Es gelang Wolfgang Corsten als Seniorentrainer für uns zu gewinnen. Der Erfolg stellte sich auch sofort ein und unsere Herrenmannschaft stieg dadurch in die Bezirksliga auf. Garanten für den Erfolg waren unter anderem Uwe Gawel und Roland Schiffler. Die Schülermannschaft wurde ebenfalls Kreismeister. Aus dieser Mannschaft gingen Kämpfer wie 0. Rychter (heute Trainer unserer Bundesligamannschaft), S. Nieberlein, die Brüder Kim sowie J. Keppler hervor. Roland Schiffler startete als Jugendtrainer seine bis heute hin erfolgreiche Karriere.
(von links nach rechts) Norbert
Gier, Günter Lesmeister, Thomas Läufer,
Bezirksligaaufstiegsmannschaft
1984 1984 war das Jahr unseres 10-jährigen Abteilungsbestehens. Ein großer Erfolg war das Fest im Walheimer Jugendheim wo wir mehr als 150 Gäste begrüßen konnten. In der Bezirksliga behaupteten wir einen Mittelfeldplatz. In diesem Jahre startete Derk Buchsteiner erstmals erfolgreich im Seniorenbereich. Auf Anhieb wurde er neben Thomas Läufer Kreismeister.
1985 1985 qualifizierte sich unsere Seniorenmannschaft erstmalig durch Platz 3 für die Landesliga Aufstiegsrunde. Zum Jahresende gab es direkt zwei Pokalgewinne in Köln-Dünnwald. Unsere Jugendmannschaft und die Herren belegten jeweils erste Plätze.
1986 Roland Schiffler, Günter Lesmeister und Gerd Radermacher wurden unsere ersten eigenen Dan-Träger der Abteilung. D. Buchsteiner wurde Junioren-Bezirksmeister. Maria Kreutz wechselte mit Michael Janke zur Hertha. Beide vertraten unsere Farben erfolgreich bei denWestdeutschen Meisterschaften. Die Seniorenmannschaft wurde Vizemeister, der Landesligaaufstieg gelang jedoch wieder nicht. Erstmals meldeten wir auf Kreisebene eine zweite Mannschaft, welche auf Anhieb Meister wurde.
Meisterteam 2. Mannschaft: (oben links) Norbert Souvignier, Günter Lesmeister, Norbert Zeller (Mitte links) Heribert Hunds, Dirk Jäckel, Guido Giessen, Derk Buchsteiner (unten) Robert Meisen
1987 1987 war ein Meilenstein in der Abteilungsentwicklung. Erstmalig engagierte sich Ulrich Kreutz als zweiter Herrentrainer neben W. Corsten für die Hertha. Wolfgang Kowski kam als ehemaliger Bundesligakämpfer zu uns; Michael Kratz aus der Jugend in unsere Mannschaft. Mit diesen beiden Top Athleten wurde die Herrenmannschaft ohne Punktverlust Meister der Bezirksliga Köln. Souverän schafften wir dann auch endlich im dritten Anlauf den Aufstieg in die Oberliga. Im Meisterteam standen H. Hunds, D. Buchsteiner, N. Gier, M. Kratz, G.Lesmeister, D. Steinborn, M. Janke, U. Schmecket, T. Läufer, N. Souvignier, W. Winkler, A. Freialdenhoven, R. Schiffler, D. Jäckel, Uwe Gawel und Wolfgang Kowski. Die zweite Mannschaft wurde wieder Meister der Kreisliga und stieg in diesem Jahr in die Bezirksliga auf. Michaela Rombach wurde in diesem Jahr Westdeutsche Vizemeisterin. Unsere weiblich A-Jugendmannschaft wurde sogar mit ihr Bezirksmeister.
Oberligaaufsteiger: (oben links) Heribert Hunds, Derk Buchsteiner, Norbert Gier, Michael Kratz, Günter Lesmeister, Dirk Steinborn, Michael Janke, Ulrich Schmeckel, Thomas Läufer, Norbert Souvignier, Wolfgang Kowski, Ulrich Kreutz (unten links) Wolfgang Winkler, Andreas Freialdenhoven, Roland Schiffler, Dirk Jäckel, Uwe Gawel
Ulrich Kreutz zeigte sofort, dass er für uns der richtige Trainer war
1988 1988 übernahm W. Kowski das Training, da U. Kreutz aus beruflichen Gründen Aachen verließ. Beide Aufsteigermannschaften behaupteten sich in ihren Ligen. MjongTschoal Kim qualifizierte sich bei den Junioren zur den Deutschen Meisterschaften. Unsere A-Jugend qualifizierte sich erstmals auf Westdeutscher Ebene. Roland Schiffler und Anja Henn wurden beide Bezirksmeister.
Trainer Wolfgang Kowski (genannt Koffi)
1989 1989 fand eine Neugliederung unserer Abteilung wegen immer mehr anfallender Aktivitäten statt. Roland Schiffler wurde Abteilungsleiter, Heribert Hunds wurde Geschäftsführer, Angelika Jansen wurde Jugendleiterin. Im Hertha Heft war über "alte Hasen" Arne und Ingmar Steven zu lesen die beide Schülermeister wurden. Ein tolles Trainingslager wurde erstmalig in Eichstätt (Bayern) absolviert, wodurch wir Platz 3 in der Oberliga belegten und uns für die Aufstiegsrunde zur zweiten Liga qualifizierten. Dirk Pflanz wechselte zur Hertha und wurde auf Anhieb Bezirksmeister.
1990 1990 wurde wiederum die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga in Münster erreicht, welche leider abermals erfolglos verlief. Oliver Rychter wurde als Junior zur Europameisterschafts- Qualifikation nominiert. Bemerkenswert war, dass unsere dritte Seniorenmannschaft Kreismeister wurde. Zwölf Jugendliche wurden Kreismeister in ihren Altersklassen, ein einmaliger Abteilungsrekord. Leider verließ unsere langjährige Jugendtrainerin Angelika Jansen wegen Umzug ins Ruhrgebiet unsere Abteilung. Angelika Jansen in Aktion
1991 In der Presse wurde Walheims Nachwuchs gelobt, denn mit Kim und Rychter brachten wir gleich zwei Junioren zur Deutschem Meisterschaft. M. Hake und N. Schönfelder wechselten als Judodamen in unsere Abteilung wodurch wir erstmals eine Damenmannschaft aufstellen konnten.
Oliver Rychter Meisterschaft brachte Erfolg Nachwuchs auf Siegeskurs Walhelm. — Bei den diesjährigen Westdeutschen Meisterschaften der U21 Judokas, in der Nähe von Hamm, ging es für die beiden Walheimer Nachwuchskämpfer Oliver Rychter und Mjong Tschol Kim, ihre Vorjahresleistung zu bestätigen und sich wieder zu den Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Durch ihre letztjährigen Erfolge wurden sie in die NRW-Auswahlmannschaft berufen und vom Landestrainer für die diesjährige Westdeutsche Meisterschaft nominiert, wogegen ihr Vereinskamerad Stefan Nieberlein als Vizemeister — 71 kg — des Bezirks Köln sich die Startberechtigung zur Westdeutschen zu erkämpfen hatte. Oliver Rychter kämpfte sich im Schwergewicht (+ 95 kg) durch drei Siege ins Finale vor, wo er sich erst gegen den Wittener Bundesligakämpfer Körmann geschlagen geben musste. Durch die Vizemeisterschaft wurde Oliver erfolgreichster Kämpfer der Stadt Aachen. Mjong Tschol Kim bestätigte ebenfalls seine Vorjahresleistung und qualifizierte sich wieder, zum dritten Mal übrigens, durch Platz drei in der 55-kg-Klasse. Stefan Nieberlein kam über die Vorrunde nicht hinaus. Oliver Rychter und Mjong Tschol Kim betreiben seit frühester Jugend Judo in Walheim. Ihr Können stellen beide sehr erfolgreich als Jugendtrainer dem Verein zur Verfügung. Oliver Rychter bestand erst vor kurzer Zeit den Judo-Trainerschein. Den Sprung ins Seniorenlager schafften beiden schon frühzeitig, indem sie Walheims starke Oberliga- und Bezirksliga-Teams verstärkten. Gezielt bereitet man sich nun im Heimtraining sowie in Köln auf die ersten gesamt Deutschen Meisterschaften in Bottroo vor. Zeitungsartikel (AZ/AN) von 02.1991
1992 1992 war für Manuela Hake ein SuperJahr, denn erstmals wurde sie Deutsche Studentenmeisterin. Im Herbst wurde sie dann Deutscher Mannschaftsmeister mit der Damen NRW Auswahl. Unsere Damenmannschaft landete in der Oberliga weit vorne. Mjong Tschol Kim qualifizierte sich neben 18 anderen unter 3000 jungen Sportlern für das olympische Jugendlager in Barcelona. Dort erlebte er die Spiele hautnah und traf dabei Olympiasieger. Neben Urkunden und Medaillen wurden Hake und Rychter von der Stadt Aachen mit dem Becher der Stadt Aachen geehrt.
Oberliga Frauenmannschaft: (oben von links nach rechts) Sabine Wendel, Maria Kreutz, Nicole Schönfelder, Manuela Hake, Anja Hehn (unten von links nach rechts) Tanja Holz, Alice Rey, Sandra Hitlinger
"Manuela Hake wie wir alle sie kennen"
1993 Geschafft!!! Endlich gelang uns der Aufstieg in die zweite Bundesliga. Klar setzten wir uns gegen 5 Konkurrenten beim Aufstiegsrundenturnier durch. Vom damaligen Gründungsteam auf Kreisebene schafften Roland Schiffler, Uwe Gawel den Aufstieg in die zweite Liga. Und wieder war es Ulrich Kreutz der maßgeblich am Aufstieg beteidigt war, denn durch seinen Vereinswechsel zur Hertha war er für uns beim Aufstiegsturnier für unsere Mannschaft startberechtigt. In der Aufstiegsmannschaft kämpften : Michael Kratz, Mjong Tschol Kim, Dirk Pflanz, Marcel Grosser, Ulrich Kreutz, Jörg und Frank Heynen, Uwe Gawel, Roland Schiffler, Derk Buchsteiner und Oliver Rychter. Bei U. Kreutz Start bei den Deutschen Meisterschaften brachte ihm die Mitgliedschaft direkt den Erfolg, denn er wurde dritter. Oliver Rychter holte als Senior direkt Platz 5 bei der Deutschen Meisterschaft. Als Student wurde er sogar Deutscher Meister in diesem Jahr. Unsere A-Jugend Mannschaft kämpfte sich bis zur Westdeutschen Meisterschaft vor.
Aufstiegsmannschaft 1993 in die 2. Bundesliga Aufstieg in die zweite BundesligaGrößter Erfolg in der Vereinsgeschichte - Erfolgreiche Judokas Walheim. - Als Vizemeister fuhren die Judokas des TSV Hertha Walheim nach Hattingen zur Aufstiegsrunde in die 2. Bundesliga. Walheims Trainer Ulrich Kreutz (-71 kg), zuletzt 3. der deutschen Meisterschaft und Oliver Rychter (+95 kg), diesjähriger Studentenmeister und 5. der Deutschen, ergänzten die Mannschaft. In der Saison kämpfen beide in der 1. Bundesliga für Witten-Annen und konnten somit nicht für Walheim starten. In Hattingen war dieses aber möglich, so dass man mit mindestens einem sicheren Punkt rechnen durfte, denn Oliver Rychter stand nach einer mehrmonatigen Verletzungspause und nur zweimaligem Training zum ersten mal wieder in einem Wettkampf. Erster Gegner war der PSV Oberhausen. Nachdem Rychter und Kreutz die ersten Punkte holten, taten es ihnen Grosser, Gawel, Kratz und J. Heynen nach und der Kampf endete 6:1. Mit Hattingen stand nun der ungeschlagene Meister der Gruppe Nord auf der Matte, doch auch dieser konnte den Siegeszug der Walheimer nicht bremsen. Mit einem 4: 2, Rychter, Kreutz, J. und F. Heynen für Walheim, erreichte man den Einzug ins Finale. Dieses erreichte auch der Dortmunder BSC. Im letzten Kampf der Saison holten nun erneut die Bundesligakämpfer die ersten beiden Punkte, J. Heynen den dritten und im vorletzten Kampf gelang es Frank Heynen nach einem Rückstand mjt einem O-soto-gari den wichtigen vierten Punkt für Walheim zu erkämpfen. Uwe Gawel erhöhte dann noch zum 5:2-Endstand. Damit haben die Walheimer den größten Erfolg in ihrer Vereinsgeschichte erzielt. Auch wenn die Mannschaft durch Rychter und Kreutz verstärkt wurde und aufgrund der Auslosung schon früh mit 2 : 0 in Führung ging, verweist Ulrich Kreutz dennoch auf die mannschaftlich geschlossene starke kämpferische Leistung während der Saison, durch die die Aufstiegsrunde erst ermöglicht wurde und hebt dabei die Kämpfer Dirk Pflanz, Uwe Gawel und Jörg Heynen hervor. Beeindruckender ist diese Leistung um so mehr, wenn man bedenkt, dass den Walheimer für ein leistungsgerechtes Training nur einmal in der Woche eine Halle zur Verfügung steht. In die Zukunft blickend hoffen die Walheimer nun ihre Mannschaft, die um ein Training im Leistungszentrum Köln nun nicht mehr vorbei kommen wird, mit Judokas aus der Region verstärken und damit auch das Interesse am Aachener Judosport beleben zu können. Zeitungsartikel (AN/AZ) vom 28.07.1993
1994 1994
war unser erstes Jahr in der zweiten Bundesliga. Gleichzeitig fand auch
eine Ligareform statt, was bedeutete, daß nur die ersten 4 Teams auch
weiterhin Zweitligist bleiben dürfen. Hoch motiviert gingen wir das Thema
2. Liga an, und am Ende wurden wir sensationell Meister der zweiten
Bundesliga. In der Aufstiegsrunde zur ersten Bundesliga in Braunschweig präsentierten
wir uns dann ebenfalls wieder in Bestform. Als Finalist wurden wir hauchdünn
zweiter dieser Aufstiegsrunde; beinahe wären wir in der ersten Bundesliga
gewesen!!! Bei vielen Einzelturnieren waren unsere Kämpfer auch in
diesem Jahr wieder aktiv. So wurde Ulrich Kreutz erstmals als Walheimer
West-Deutscher Meister. Oliver Rychter war bei den Studenten als Deutscher
Vizemeister wieder erfolgreich. Unsere A-Jugend-Mannschaft qualifizierte
sich zu den Westdeutschen Meisterschaften. Im Herbst des Jahres schaffte
unsere 2. Seniorenmannschaft sehr souverän den Aufstieg in die Landesliga.
Ein besonderes Ereignis war unser erster Auftritt im Aachener Rathaus. Anläßlich
der Sportlerehrung durch die Stadt Aachen führten wir im Krönungssaal
eine Judodemonstration vor. Dass unsere Abteilung boomt, war allen bekannt,
jedoch war ein Mitgliederzuwachs von 42 Judokas in einem Jahr nicht zu
erwarten.
(Fortsetzung
folgt) |