Die Rolle des Partners beim Judotraining
Methodik Randori 1 Randori 2 Randori-Turnier
MethodikLiebe Judoka, wir wollen uns heute einige grundlegende Gedanken zur Methodik im Judounterricht machen. Die folgenden Überlegungen stammen ursprünglich von Klaus Kessler, Judo-Dozent an der DSHS Köln und wissenschaftlicher Koordinator des DJB. Sie sind dem Ausbildungsskript für Fachübungsleiter und C-Trainer des Deutschen Judo Bundes entnommen und bilden den Auftakt zu einer Reihe von Methodik Serien in Theorie und Praxis. Überlegungen zur Anfänger-Methodik Es gibt keinen allgemeingültigen methodischen Weg und damit auch keine bestimmte Reihenfolge der zu erlernenden Techniken. Je nach: Interessenlage der Teilnehmer (wettkampforientiert oder mehr spielerisches Judo) Voraussetzungen der Teilnehmer (Kinder, andere Sportarten, Konditionszustand...) Voraussetzungen des Lehrers (Ausbildungsstand, Alter, Zeit...) spezieller Situation (32 Grad im Schatten...) wird ein unterschiedliches Vorgehen erforderlich. Dieses unterliegt jedoch allgemein gültigen Prinzipien: Alles, was kurz- und mittelfristig methodisch geplant und durchgeführt wird, muss stets den langfristigen Zielsetzungen untergeordnet werden. Verantwortlichkeit zu wecken muss das wesentliche Ziel der Judo-Anfängerausbildung sein. Verantwortung zeigt sich in der gegenseitigen Hilfe beim Erlernen und Verbessern der Techniken und in der Rücksichtnahme auf beiderseitige Sicherheit und Gesundheit. Dazu gehören u.a. nicht abzustützen, um dem Niederwurf zu entgehen; Hilfestellung beim Wurf zu geben; übermäßigen Kraftaufwand und Ehrgeiz zu vermeiden. Verletzungen zu vermeiden erfordert weiterhin eine ruhige und konzentrierte Trainingsatmosphäre unter Beachtung der Dojo-Sitten, Beachtung der Hygiene-Vorschriften, Abbau von Angst sowie die Vermeidung von Überforderungen. Motivation heißt das Zauberwort, besonders für Anfänger. Spaß, sich anstrengen, Leistungen vollbringen, sichtbare Lernfortschritte erzielen, die gesetzten Ziele erreichen und vor allem das Lob des Lehrers schaffen diese Motivation. Verbesserung der allgemeinen aeroben Ausdauer. Stand- und Bodentechniken gleichberechtigt nebeneinander unterrichten (auch zeitlich). Bei Bodentechniken sind von Anfang an Kampferlebnisse ohne Verletzungsgefahr möglich. Unterrichten mit Bewegungsverwandtschaften. Innerhalb der Gruppe bewegungsverwandter Techniken muss auf eine sinnvolle Reihenfolge geachtet werden (steigender Schwierigkeitsgrad; größeren Fallhöhe usw.) Alle Techniken sollen grundsätzlich nach beiden Seiten unterrichtet
werden, besonders die Fallübungen. Haltegriffe und Befreiungen als Einheit unterrichten. Im Normalfall sollte nach der Ganzheitsmethode unterrichtet Die Teillernmethode oder auch analytisch-synthetische Methode (OHGO) wird nur bei problematischen, z.B. bei völlig neuen oder besonders bei koordinativ schwierigen Techniken verwandt. Es empfiehlt sich ein konzentrisches Vorgehen. Darunter versteht man, dass eine Technik nicht bis hin zur Feinform entwickelt wird, sondern dass das Können nach Beherrschung der Grobform zugleich in verschiedene Richtungen erweitert wird (s. auch die nächsten Punkte). Alle Techniken sollen möglichst früh aus unterschiedlichen Bewegungsrichtungen erlernt werden. Dabei kommt der Partnerhilfe eine besondere Bedeutung zu. Besonders intensiv sollte aus freier Bewegung mit vielen unterschiedlichen Partnern geübt werden. Nur so wird ein "Wurfgefühl" entwickelt. Es soll frühzeitig problemorientiert bzw. situationsgemäß unterrichtet werden (wenn...dann; gegen sperrende Partner; was mache ich, wenn der Partner stets links herum ausweicht;) also: Techniktraining im taktischen Zusammenhang Dabei soll die Kreativität durch selbständiges Suchen von Lösungsmöglichkeiten unterstützt werden, z.B. durch Stellen von Bewegungsaufgaben. Unterschiedliche Lernvoraussetzungen und -fortschritte, verschiedene Interessenlagen innerhalb einer Trainingsgruppe müssen durch Differenzierung aufgefangen werden. Beim Erlernen einer Technik sollte mit einem etwa gleichgroßen/schweren Partner geübt werden, da sonst der typische Bewegungscharakter verfälscht werden könnte. Beim Festigen einer Technik empfiehlt sich häufiger Partnerwechsel. Eine besondere Bedeutung kommt der Lehrerdemonstration beim
Vorstellen einer neuen Technik zu. Dabei empfiehlt sich folgendes
Vorgehen: Viel Spaß beim Unterrichten !!!!! Euer Ralf Lippmann (Quelle:
DJB-Internetseite 06/2003) |
Das Randori-Turniervon Klaus Keßler Randori-Turnier – eine vorbereitende (alternative ?) Wettkampfform für Anfänger und Breitensportler Vorbemerkung: Um es direkt und deutlich auszudrücken: mit diesem Artikel möchte ich das gängige und bewährte Judo-Wettkampfsystem nach den IJF-Regeln nicht abschaffen, sondern lediglich eine anfängergerechte Möglichkeit aufzeigen, mit der sinnvoll an das „offizielle Kämpfen" herangeführt werden kann. Weiterhin möchte ich voranstellen, dass es sich bei dem nachfolgend beschriebenen System nicht um eine neue Erfindung von mir handelt, sondern dass ich die schon 1975 von Wolfgang HOFMANN eingeleitete und später immer wieder von anderen Judofachleuten aufgegriffene Diskussion (vergl. G. BISCHF,1980 ; R.BONFRANCHI, 2002) über alternative Wettkampfsysteme zusammengefasst und weiterentwickelt habe. Dazu habe ich in vielen Diskussionen von geschätzten Kollegen zahlreiche Anregungen und wertvolle Tipps bekommen. Mein Dank geht deshalb besonders an meine Kollegen Michael Bazynski, Ulrich Klocke, Ralf Lippmann, Richard Trautmann und Frank Wieneke. I. Kritik am gängigen System Immer öfter wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln d.h. von unterschiedlichen Zielgruppen Kritik am gängigen Wettkampfsystem der Anfänger und Breitensportler geübt: a) von Eltern Um ihre Kinder kämpfen zu sehen, müssen sie
wertvolle Wochenendtage opfern. Die Turniere und Meisterschaften
finden in der Regel samstags und sonntags statt. Wissenschaftliche
Untersuchungen haben ergeben, dass Eltern bei aller Bereitschaft zur
Unterstützung ihrer Kinder in der Regel nicht mehr als 4-5 Wochenendtage
dafür „opfern" wollen. Die Vereine und vor allem die unerfahrenen
jungen Kämpfer und Kämpferinnen sind aber auf diese Unterstützung
angewiesen. b) von Trainern und Betreuern Trainer beklagen zusätzlich in erster Linie die zu kurzen Kampfzeiten. Es kann an einem Kampftag nur sehr wenig Kampferfahrung gesammelt werden. Nach MATSCHEY und KRONENTHAL – sie haben 2002 in ihren Diplomarbeiten jeweils über 400 Wettkämpfe der Altersklassen U11 und U13 analysiert – kommen zu dem Ergebnis, dass die durchschnittliche gesamte Kampfzeit (d. effektive Zeit, die ein Kämpfer an einem Turniertag kämpft) nur 1 Minute und 4 Sekunden beträgt. Die Finalisten kämpfen sogar insgesamt nur 56 Sekunden, obwohl sie ja mehr Kämpfe bestreiten müssen als die Nichtfinalisten. Weiterhin beklagen sie das einseitige Technikrepertoir, das nur kurzfristig erfolgversprechend ist. So werden in der Altersklasse U11 ca 80% und in U13 noch 72% der Kämpfe durch O-goshi und Koshi-guruma entschieden. Schon in der AK U15 beträgt die Erfolgsquote mit diesen beiden Techniken nur noch ca 20% (nach Untersuchungen von TILL 2003). Das bedeutet: es wird um des kurzfristigen Erfolges Willen zu früh einseitig auf langfristig nicht erfolgversprechende Techniken gesetzt (vergl. dazu LEHMANN 1993). Wie frustierend muss es für die 15jährigen Kämpfer sein, wenn sie plötzlich nicht mehr gewinnen können, weil die jahrelang bewährten Techniken nicht mehr funktionieren. Nach Meinung vieler erfahrener Judotrainer wird
durch das KO-System (das sofortige Kampfende nach einem gegnerischen Ippon)
ein offensiver und progressiver Kampfstil verhindert. Wenn ein
unerfahrener Anfänger, der mutig und offensiv angreift, dabei auch andere
Techniken ausprobiert, einen dabei gemachten Fehler nicht wieder
wettmachen kann, darf man sich nicht wundern, wenn die Kinder sich frühzeitig
einen defensiven, risikoarmen und einseitigen Kampfstil angewöhnen. Dies
kann später trotz großer Anstrengungen und Bemühungen durch den Trainer
oft nicht abgestellt werden. Neben den oben von den Eltern gemachten Äußerungen beklagen sich die Kinder vor allem, wenn sie Gewicht abkochen müssen, um das Gewichtslimit zu erreichen. Neben der psychischen Belastung besteht die Gefahr, dass vor allem in der Pubertät durch Mangelernährung (darum handelt es sich eigentlich immer bei der Gewichtsreduzierung) irreparable Schädigungen beim wachsenden Organismus hervorgerufen werden können. Am meisten aber beklagen sich die Kinder, die angereist sind und überhaupt nicht kämpfen können (dürfen), weil in ihrer Gewichtsklasse keine Gegner sind. Dies ist häufig bei Mädchen in den untersten Gewichtsklassen zu beobachten. Obwohl von den Kindern nicht oder nur selten geäußert ist aber dennoch oft zu beobachten, dass viele Anfänger bei ihren ersten Kämpfen auch psychisch überfordert sind. Die zahlreichen nach einer Niederlage hemmungslos weinenden und untröstlichen Kinder sprechen eine deutliche Sprache. Viele Kinder empfinden neben der Niederlage auch noch die körperliche Überlegenheit und die Schmerzen, wenn der Gegner nach dem Wurf (vor allem bei Koshi-guruma mit dem Griff um den Hals) noch auf sie drauffällt, oder die Umklammerung des Kopfes bei Hon-kasa-gatame (wegen der noch nicht entwickelten Schmerzvertäglichkeit) auch zusätzlich als Bedrohung oder sogar „Gewalttätigkeit" Ich selbst habe im letzten Jahr auf einem U13-Turnier beobachtet, dass bei den insgesamt 27 Kämpfen, die in einer Gewichtsklasse ausgetragen wurden 19 mal !!! nach Kampfende die Sanitäter aus diesen Gründen beansprucht wurden. Gott sei Dank war nach höchstens zwei Minuten wieder alles ok. Dies ist auch eine Art von „naiver Psychohygiene", wenn man so die Niederlage mit „der hat mir wehgetan, das war unfair; sonst hätte ich weiterkämpfen können" zu entschuldigen sucht. Gunter BISCHOF hat schon 1980 geschrieben und gefordert , dass die ersten Judoturniere als positives Erlebnis empfunden werden müssen. Sonst läuft man Gefahr, dass nur diejenigen weiter kämpfen, die auf dem Treppchen standen. Deshalb müssen wir die oben geschilderte Kritik auch ernst nehmen, weil sich der Trend fortsetzt, dass viele Anfänger nach zwei, höchstens drei solcher frustrierender Erlebnisse nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen (wollen). Wie muss denn dann ein Wettkampfsystem aussehen, damit die oben beschrieben negativen Eindrücke möglichst vermieden werden? Auch hier gilt es wieder die Wünsche bzw. Forderungen aus der Sicht der jeweils Beteiligten zu hinterfragen: II. Anforderungen an anfängergerechte Wettkampfsysteme a.
Teilnehmer (Kämpfer und Kämpferinnen) fordern: - mehrere unterschiedliche (etwa gleichstarke) Gegner - kein Ausscheiden nach einem ersten Fehler -Belohnung (Anerkennung) für ein durchgestandenes Turnier (nicht nur für die Sieger)
b. Ausrichter fordern: - überschaubare Teilnehmerzahlen (Hallengröße; Organisationsaufwand…) - Dauer maximal 2 ½ Stunden (in das normale Training einzubauen; d.h. auch keine spezielle Hallenbelegung am Wochenende) - wenig Materialaufwand (Listen, Waagen, Mikro, Absperrungen…) - geringen Kosten (Kampfrichterspesen) - Einbindung der Eltern/Betreuer und fortgeschrittener Jugendlicher bei der Durchführung und Organisation
c. Eltern/Betreuer fordern: - kurze
Anfahrtswege - keine langen Wartezeiten während des Turniers - ausreichende Kampfzeit ihrer Kinder
d. Trainer/Übungsleiter fordern: - ausreichende Kampfzeit zum Sammeln von Erfahrungen - Förderung
eines langfristig entwicklungsfähigen Kampfstils - letztendlich : Schaffen von Voraussetzungen und Motivation zur Teilnahme an den offiziellen Wettkämpfen nach IJF-Regeln III. Das Randori-Turnier 1. Kampffläche Es werden 161m² Judomatten ausgelegt, sodass 3 Kampfflächen entstehen. Je Kampffläche (7X7m) kämpfen 3 Paare gleichzeitig. Auf jeder Kampffläche fungieren 3 Bewerter/Beobachter. Diese können aus den Trainern, Betreuern, aber auch aus fortgeschrittenen jugendlichen Judoka gebildet werden. 2. Kampfpaarungen Es werden 6 homogene Gruppen zu je 6 Kämpfern gebildet. Die Betreuer sorgen für ein ausgewogenes Verhältnis, indem sie Gewicht, technisches Niveau (=Gürtelstufe) und bisherige Kampferfahrung der Teilnehmer berücksichtigen. Es können/sollen gemischte Gruppen aus Mädchen und Jungen gebildet werden. Da es bei diesem Turniersystem nicht um Sieg oder Niederlage geht, sollte es bei der Zusammensetzung der Gruppen keine Schwierigkeiten geben. (Dies belegen die bisherigen Erfahrungen!) Zur besseren Unterscheidung wird jedem Kämpfer ein farbiger Gürtel zugelost, sodass in jeder Gruppe die Gürtelfarben weiss, gelb, orange, grün, blau und braun je einmal vertreten sind. 3. Anzahl der Kämpfe / Kampfzeit Die Kampfzeit beträgt je 4 Minuten (durchlaufend). die Gruppen 1,2,3 und 4,5,6 kämpfen im Wechsel. Innerhalb der Gruppe kämpft Jeder gegen Jeden ( s. Abbildung ) Nach jedem Kampf reichen 2 Minuten zum Eintagen der Ergebnisse in die Punktekarte. Somit hat jeder Kämpfer zwischen seinen Kämpfen 6 Minuten Pause. Insgesamt hat so jeder Kämpfer 20 Minuten Kampfzeit. Durch diese Organisationsform beträgt die gesamte Turnierdauer inklusive Aufwärmen und Siegerehrung (Verleihung der Urkunden ca. 90 Minuten. Das bedeutet, das Turnier kann problemlos an einem Wochentag innerhalb einer „normalen Trainingseinheit" eines Vereines durchgeführt werde. 4. Bewertung Jeder Bewerter vergibt jedem der 6 von ihm beobachteten Kämpfer pro Kampf bis zu 6 Punkten in je 4 Kategorien (weitere Erläuterungen hierzu s. im nächsten Kapitel) und trägt diese sofort nach Kampfende in die Punktekarte ein. Nach Beendigung der Kämpfe werden die Punkte der drei Bewerter addiert und als Gesamtpunktzahlen in die Urkunde übertragen. Anmerkung: Mein Kollege Lutz Hartmann hat dazu ein Makro entwickelt, sodass die Einzelpunkte nur in einem Laptop eingetragen werden müssen. Den Rest bis zum Ausdruck der Urkunden erledigt das Programm. Dieses Makro kann per E-mail beim Autoren unter Klaus@Kessler-Video.de angefordert werden. (Herzlichen Dank an Lutz Hartmann !) B. Bewertungskriterien In den nachfolgend beschriebenen Bewertungskriterien liegt nach meiner Meinung der Hauptwert und Nutzen dieses Turniersystems. Wie bereits zu beginn erwähnt, erfolgte die Auswahl nach eingehender Analyse wissenschaftlicher Untersuchungen und nach umfangreicher Beratung mit erfahrenen und erfolgreichen Judotrainern. Jeder Bewerter kann jedem der 6 beobachteten Kämpfer je Kampf in 4 Kategorien bis zu 6 Punkten vergeben. 1. Technische Vielfalt und Korrektheit Es muss sowohl mit Fußtechniken als auch mit (großen)
Eindrehtechniken angegriffen werden. Kontertechniken werden nicht berücksichtigt, d.h.nicht positiv bewertet, aber auch nicht bestraft. Damit soll eine defensive Kampfesführung (a: nur auf Konter warten und b: nicht angreifen aus Angst vor Kontern ) unterbunden werden . 2. offensiver und entwicklungsfähiger Kampfstil Aufrechte Körperhaltung und korrekte Beinarbeit
(Kein Überkreuzen, Vorderfussbelastung, Knie leicht
gebeugt…) und Hüftarbeit sorgen für eine gute Ausgangslage für
Angriffe und Verteidigung.
Ausweichen und Übersteigen sowie Blocken aus der Hüfte wird
demnach belohnt, statisches und vor allem
abgebeugtes Kämpfen jedoch nicht. 3. Mut und Kampfgeist Risikobereitschaft (z. B auch Angriffe
aus einem ungünstigen Griff heraus) ohne Angst vor Kontern
und ständiges Bedrängen des Gegners sorgen für ein hohes
Kampftempo; nur wer mindestens fünf mal pro Minute angreift,
kann hier maximale Punktzahl erwarten. Zusammenfassung der Vorteile dieses Bewertungssystems : es gibt keine Verlierer. Jeder Teilnehmer erhält
eine Urkunde und hat Punkte gesammelt. Ippon-Entscheidungen werden relativiert. Man kann
nach einem Ippon weiterkämpfen. Und zum Schluss noch ein paar Tipps: Die Übungsleiter und Trainer gewöhnen ihre Kinder
und Anfänger durch entsprechende Aufgabenstellung im Vereinsrandori
langfristig an dieses Bewertungssystem b) Wenn ihr einmal mit eurer Lieblingstechnik angegriffen habt, dürft ihr erst dann wieder damit angreifen, wenn ihr zweimal mit einer Fußtechnik angegriffen habt. c) Ihr dürft erst dann wieder zur rechten Seite angreifen, wenn ihr davor einen Wurfversuch links gestartet habt. Die Bewerter können sich gut auf ihre Aufgabe
vorbereiten, wenn sie im normalen Vereinsrandori einzelne Paare beobachten
und nach den oben beschriebenen Kriterien zur Probe bewerten. Es empfiehlt sich, den Eltern und Betreuern den Sinn dieses neuen Systems kurz zu erklären (z.B. auf einem Flyer). Ganz wichtig ist, dass die Bewerter den Kämpfern bei deren erster Turnierteilnahme aus Motivationsgründen nicht direkt hohe Punktzahlen geben. Denn gerade die Steigerung von Turnier zu Turnier erhöht die Anstrengungen der Judoka, sich in den langfristig und erfolgversprechend zu bemühen und zu verbessern. Das Randori-Turnier lässt sich gut als Vereinsmeisterschaft, als Nikolausturnier usw. sowie auf Kreisebene im Wechsel bei befreundeten Vereinen durchführen. Wir glauben, dass unsere jungen Judoka mit der Teilnahme an solchen Turnieren ausreichende Motivation zum Kämpfen sowie eine sinnvolle Vorbereitung auf spätere Turniere nahc dem herkömmlichen Wettkampfsystem erhalten. Alle nötigen Unterlagen wie Organisationshinweise, Wettkampfkarten, Makro für die PC-Bearbeitung und eine ausführliche Literaturliste kann beim Autoren kostenlos per E-Mail unter Klaus@Kessler-Video.de angefordert werden. Es lohnt sich !!!! Probieren Sie es aus !!! (Quelle: DJB-Internetseite, 07/2003)
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