Tennisregeln

 

Tennisregeln der International Tennis Federation (ITF)  (Stand 2004)

Neu formuliert und zusammengestellt

Regel   1  Spielfeld
Regel   2  Ständige Einrichtungen
Regel   3  Bälle
Regel   4  Schläger
Regel   5  Zählweise in einem Spiel
               a) Standard-Spiel
               b) Tie-Break-Spiel
Regel   6  Zählweise in einem Satz
               a) Vorteil-Satz
               b) Tie-Break-Satz
Regel   7  Zählweise in einem Wettspiel
Regel   8  Aufschläger und Rückschläger
Regel   9  Wahl der Seiten und des Aufschlags
Regel 10  Wechsel der Spielfeldseiten
Regel 11  Ball im Spiel
Regel 12  Ball berührt eine Linie
Regel 13  Ball berührt eine Ständige Einrichtung
Regel 14  Reihenfolge beim Aufschlag
Regel 15  Reihenfolge beim Rückschlag im Doppel
Regel 16  Aufschlag
Regel 17  Ausführung des Aufschlags
Regel 18  Fußfehler
Regel 19  Aufschlagfehler
Regel 20  Zweiter Aufschlag
Regel 21  Spielbereitschaft
Regel 22  Wiederholung des Aufschlags
Regel 23  Wiederholungen
Regel 24  Punktverlust
Regel 25  Guter Rückschlag
Regel 26  Behinderung
Regel 27  Berichtigung von Irrtümern
Regel 28  Verantwortlichkeiten der Platz-Offiziellen
               (Oberschiedsrichter, Schiedsrichter; Linienrichter)
Regel 29  Kontinuierliches Spiel
Regel 30  Beratung

 

 

Anhang   I   Bälle
Anhang  II   Schläger
Anhang III  Werbung
Anhang IV  Alternative Zählweisen
Anhang  V  Verantwortlichkeiten der Platz-Offiziellen
                  (Oberschiedsrichter, Schiedsrichter; Linienrichter)

Die Fallbeispiele zu den einzelnen Regeln folgen in Kürze
Im Download-Bereich können die vollständigen Regeln als PDF-Datei heruntergeladen werden

Regel 1 : Spielfeld (Alt 1 & 34)
Das Spielfeld ist ein Rechteck von 23,77 m Länge und für Einzelspiele von 8,23 m Breite. Für Doppelspiele beträgt die Breite des Spielfeldes 10,97 m.
Das Spielfeld ist in der Mitte durch ein Netz geteilt, das an einem Seil oder Metallkabel aufgehängt ist; das Seil oder Metallkabel ist an zwei Netzpfosten auf einer Höhe von 1,07 m befestigt oder wird darüber hinweggeführt. Das Netz muss so gespannt sein, dass es den Zwischenraum zwischen den beiden Netzpfosten vollständig ausfüllt und die Maschen des Netzes müssen ausreichend eng sein, um zu gewährleisten, dass ein Ball nicht hindurch kann. Die Höhe des Netzes beträgt in der Mitte 91,4 cm, wo es durch einen Netzhalter straff niedergehalten wird. Das Seil oder Metallkabel sowie der obere Teil des Netzes müssen von einer Netzeinfassung eingefasst sein. Der Netzhalter und die Netzeinfassung müssen vollkommen weiß sein.

 •   Der Durchmesser des Seils oder Metallkabels beträgt höchstens 0,8 cm
 •   Die maximale Breite des Netzhalters beträgt 5 cm.
 •   Die Netzeinfassung ist auf jeder Seite zwischen 5 cm und 6,35 cm breit.

Für Doppelspiele muss die Mitte der Netzpfosten auf beiden Seiten jeweils 91,4 cm außerhalb des Doppelspielfeldes liegen.
Wird für Einzelspiele ein Einzelnetz verwendet, muss die Netzpfostenmitte auf jeder Seite 91,4 cm außerhalb des Einzelspielfeldes liegen. Wird ein Netz für das Doppelfeld verwendet, muss das Netz auf einer Höhe von 1,07 m von zwei Einzelstützen gestützt werden, deren Mitte auf jeder Seite 91,4 cm außerhalb des Einzelspielfeldes liegt.

 •   Die Netzpfosten dürfen nicht mehr als 15 cm im Quadrat oder 15 cm Durchmesser haben.
 •   Die Einzelstützen dürfen höchstens 7,5 cm im Quadrat oder 7,5 cm Durchmesser haben.
 •   Die Netzpfosten und Einzelstützen dürfen nicht mehr als 2,5 cm über der Oberkante des Netzkabels liegen.

Die Linien an den Enden des Spielfeldes werden Grundlinien und die Linien an den Seiten des Spielfeldes werden Seitenlinien genannt.
Parallel zum Netz werden jeweils im Abstand von 6,40 m von den Seiten des Netzes zwei Linien zwischen den Einzel-Seitenlinien gezogen. Diese Linien werden Aufschlaglinien genannt. Zu beiden Seiten des Netzes wird die Fläche zwischen der Aufschlaglinie und dem Netz durch die Aufschlagmittellinie in zwei gleiche Hälften, die Aufschlagfelder, geteilt. Die Aufschlagmittellinie wird parallel zu den Einzel- Seitenlinien und genau in der Mitte zwischen diesen gezogen.
Jede Grundlinie wird durch ein 10 cm langes Mittelzeichen, das innerhalb des Spielfeldes und parallel zu den Einzel-Seitenlinien gezogen wird, in zwei Hälften geteilt

 •   Die Breite der Aufschlagmittellinie und des Mittelzeichens muss 5 cm betragen.
 •   Die anderen Linien des Spielfeldes sollen zwischen 2,5 cm und 5 cm breit sein, ausgenommen die Grundlinien, deren Breite bis zu 10 cm betragen darf.

Alle Spielfeldmaße werden von der Außenkante der Linien gemessen und alle Linien des Spielfeldes müssen von gleicher Farbe sein, die sich eindeutig von der Farbe des Platzbelages abheben muss.
Ausgenommen wie in Anhang III festgelegt, ist Werbung auf dem Platz, Netz, Netzhalter, der Netzeinfassung und auf den Netzpfosten oder Einzelstützen nicht erlaubt.

Als Richtlinie für internationale Wettbewerber, beträgt die empfohlene Mindestentfernung zwischen den Grundlinien und den hinteren Einzäunungen 6,40m und zwischen den Seitenlinien und den seitlichen Einzäunungen3,66m.
Als Richtlinie für Freizeit- und Vereinsplätze beträgt die empfohlene Mindestentfernung zwischen den Grundlinien und den hinteren Einzäunungen 5,48m und zwischen den Seitenlinien und den seitlichen Einzäunungen 3,05m.
Als Richtlinie beträgt die empfohlene Deckenhöhe mindestens 9,14m.
*

 

* Im Bereich des DTB gilt: Bei der Neuerrichtung von Tennisplätzen, auf denen auch Wettbewerbe ausgetragen werden, muss der Auslauf hinter jeder Grundlinie mindestens 6,40 m und an den Seiten mindestens 3,66 m betragen.

 

Regel 2 : Ständige Einrichtungen (Alt 2)
Die ständigen Einrichtungen des Platzes umfassen die hinteren und seitlichen Einzäunungen, die Zuschauer, die Tribünen und Plätze für Zuschauer, alle anderen Einrichtungen rund um den und über dem Platz, den Schiedsrichter, die Linienrichter, den Netzrichter und die Ballkinder, sofern sich diese auf den ihnen zugewiesenen Positionen befinden.
In einem Einzelspiel, das mit einem Doppelnetz und Einzelstützen gespielt wird, sind die Netzpfosten und der Teil des Netzes außerhalb der Einzelstützen ständige Einrichtungen und werden nicht als Netzpfosten oder als Teil des Netzes betrachtet.

Regel 3 : Bälle (Alt 3, 13 & 32)
Bälle, die für das Spiel nach den Tennisregeln der ITF zugelassen sind, müssen den in Anhang I aufgeführten technischen Spezifikationen entsprechen.
Die International Tennis Federation entscheidet über die Frage, ob ein Ball oder Prototyp Anhang I entspricht oder anderweitig für das Spiel zugelassen oder nicht zugelassen wird. Eine solche Entscheidung kann auf Eigeninitiative der ITF oder auf Antrag einer jeden Partei mit einem begründeten Interesse daran, einschließlich eines jeden Spielers, Ausrüsters oder Nationalen Verbandes oder dessen Mitglieder getroffen werden. Für solche Entscheidungen und Anträge gelten die entsprechenden Prüf- und Anhörungsverfahren der International Tennis Federation.
Die Veranstalter müssen vor Beginn der Veranstaltung Folgendes bekannt geben:

 • a. Die Anzahl der Bälle je Wettspiel (2, 3, 4 oder 6).
 • b. Den Wechsel der Bälle, falls vorgesehen.

Falls vorgesehen, können die Bälle wie folgt gewechselt werden, entweder:

 •  i. nach einer vereinbarten ungeraden Zahl von Spielen; in diesem Fall findet der erste Wechsel der Bälle im Wettspiel zwei Spiele früher statt als für den Rest des Wettspiels, um das Einschlagen zu berücksichtigen. Ein Tie-Break- Spiel zählt für den Wechsel der Bälle als ein Spiel. Vor Beginn eines Tie- Break-Spiels findet kein Wechsel der Bälle statt. In diesem Fall wird der Wechsel der Bälle bis zum Beginn des zweiten Spiels des nächsten Satzes verzögert, oder

 • ii. zu Beginn eines Satzes. Platzt während des Spiels ein Ball, ist der Punkt zu wiederholen.

Fall 1 : Ist ein Ball am Ende eines Punktes weich, ist dann der Punkt zu wiederholen ?
Entscheidung : Ist der Ball nur weich, nicht geplatzt, ist der Punkt nicht zu wiederholen.

Anmerkung : Jeder Ball, der bei einem Turnier, das nach den Tennisregeln der ITF gespielt wird, verwendet wird, muss auf der offiziellen von der International Tennis Federation herausgegebenen Liste der zugelassenen Bälle stehen.

Regel 4 : Schläger (Alt 4)
Schläger, die zum Spiel nach den Tennisregeln der ITF zugelassen sind, müssen den in Anhang II aufgeführten technischen Spezifikationen entsprechen.
Die International Tennis Federation entscheidet über die Frage, ob ein Schläger oder Prototyp Anhang II entspricht oder anderweitig für das Spiel zugelassen oder nicht zugelassen wird. Eine solche Entscheidung kann auf Eigeninitiative der ITF oder auf Antrag einer jeden Partei mit einem begründeten Interesse daran, einschließlich eines jeden Spielers, Ausrüsters, Nationalen Verbandes oder dessen Mitglieder, getroffen werden. Für solche Entscheidungen und Anträge gelten die entsprechenden Prüf- und Anhörungsverfahren der International Tennis Federation.

Fall 1 : Ist mehr als ein Besaitungsmuster auf der Schlagfläche eines Schlägers erlaubt ?
Entscheidung : Nein. Die Regel spricht von einem Muster (nicht Mustern) sich kreuzender Saiten. (siehe Anhang II)


Fall 2 : Gilt das Besaitungsmuster eines Schlägers im Allgemeinen als gleichmäßig und flach, wenn die Saiten mehr als eine Ebene bilden ?
Entscheidung : Nein

Fall 3 :

Regel 5 : Zählweise in einem Spiel (Alt 26 & 27)
a. Standard-Spiel
Ein Standard-Spiel wird wie folgt gezählt, wobei der Punktstand des Aufschlägers zuerst genannt wird:
            Kein Punkt      –   “Null”
            Erster Punkt    –   “15”
            Zweiter Punkt  –   “30”
            Dritter Punkt    –   “40”
            Vierter Punkt   –   “Spiel”
mit folgender Ausnahme: Haben beide Spieler / Doppelpaare drei Punkte gewonnen, lautet der Punktstand “Einstand”. Nach “Einstand“ ist der nächste Punktstand “Vorteil“ für den Spieler / das Doppelpaar, der / das den nächsten Punkt gewinnt. Gewinnt dieser Spieler / dieses Doppelpaar auch den nächsten Punkt, gewinnt dieser Spieler / dieses Doppelpaar das “Spiel“; gewinnt der gegnerische Spieler / das Doppelpaar den nächsten Punkt, ist der Punktstand wieder “Einstand“. Ein Spieler / Doppelpaar der / das die unmittelbar auf “Einstand“ folgenden zwei Punkte gewinnt, gewinnt das “Spiel“.

b. Tie-Break-Spiel
Während eines Tie-Break-Spiels werden die Punkte “Null“, ”1“, “2“, “3“, usw. gezählt. Der Spieler / das Doppelpaar, der / das zuerst sieben Punkte gewinnt, gewinnt das “Spiel“ und den “Satz“, vorausgesetzt, er / es führt mit einem Vorsprung von zwei Punkten über den / die Gegner. Falls nötig, wird das Tie-Break- Spiel so lange fortgesetzt, bis dieser Vorsprung erreicht ist.
Der Spieler, der an der Reihe ist aufzuschlagen, schlägt für den ersten Punkt des Tie-Break-Spiels auf. Für die nächsten zwei Punkte schlägt / schlagen der / die Gegner auf (im Doppel, der Spieler des gegnerischen Doppelpaars, der als nächster Aufschlag hat). Danach schlägt jeder Spieler / jedes Doppelpaar abwechselnd für zwei Punkte hintereinander auf bis zum Ende des Tie-Break- Spiels (im Doppel wird der Aufschlagwechsel innerhalb des Doppelpaars in der gleichen Reihenfolge fortgesetzt wie während des Satzes).
Der Spieler / das Doppelpaar, der / das im Tie-Break-Spiel als erster / erstes an der Reihe ist, aufzuschlagen, ist im ersten Spiel des nächsten Satzes Rückschläger.

Zusätzliche alternative Zählweisen sind in Anhang IV aufgeführt.

Regel 6 : (Zählweise in einem Satz (Alt 27)
Es gibt unterschiedliche Methoden, in einem Satz zu zählen. Die zwei Hauptmethoden sind der “Vorteil-Satz“ und der “Tie-Break-Satz“. Beide Methoden dürfen angeSeite 5 wandt werden, vorausgesetzt, dass die anzuwendende Methode vor Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben wird. Ist die “Tie-Break-Satz“-Methode anzuwenden, muss zudem bekannt gegeben werden, ob der letzte Satz als “Tie-Break-Satz“ oder als “Vorteil-Satz“ gespielt werden soll.
a. “Vorteil-Satz“
Der Spieler / das Doppelpaar, der / das zuerst sechs Spiele gewonnen hat, gewinnt diesen “Satz”, vorausgesetzt, er / es hat einen Vorsprung von zwei Spielen über seine / seinen Gegner. Wenn nötig, wird der Satz so lange fortgesetzt, bis dieser Vorsprung erreicht ist.
b. “Tie-Break-Satz”
Der Spieler / das Doppelpaar, der / das zuerst sechs Spiele gewonnen hat, gewinnt diesen “Satz“, vorausgesetzt, er / es hat einen Vorsprung von zwei Spielen über seine / seinen Gegner. Wird der Spielstand von 6 beide erreicht, ist ein Tie-Break-Spiel zu spielen.

Zusätzliche zugelassene alternative Zählweisen sind in Anhang IV aufgeführt.

Regel 7 : Zählweise in einem Wettspiel (Alt 28)
Ein Wettspiel kann auf zwei Gewinnsätze (ein Spieler / Doppelpaar benötigt 2 gewonnene Sätze, um das Wettspiel zu gewinnen) oder auf drei Gewinnsätze (ein Spieler / Doppelpaar benötigt 3 gewonnene Sätze, um das Wettspiel zu gewinnen) gespielt werden.

Zusätzliche zugelassene alternative Zählweisen sind in Anhang IV aufgeführt.

Regel 8 : Aufschläger und Rückschläger (Alt 5)
Die Spieler / Doppelpaare stellen sich auf den gegenüberliegenden Seiten des Netzes auf. Der Aufschläger ist der Spieler, der den Ball für den ersten Punkt ins Spiel bringt. Der Rückschläger ist der Spieler, der bereit ist, den vom Aufschläger aufgeschlagenen Ball zurückzuschlagen.

Regel 9 : Wahl der Seiten und des Aufschlags (Alt 6)
Über die Wahl der Seite und die Wahl darüber, Aufschläger oder Rückschläger im ersten Spiel zu sein, entscheidet vor Beginn des Einschlagens das Los. Der Spieler / das Doppelpaar, der / das das Los gewinnt, kann wählen:

 • a. Aufschläger oder Rückschläger im ersten Spiel des Wettspiels zu sein; in diesem Fall wählt / wählen der / die Gegner die Seite des Spielfeldes für das erste Spiel des Wettspiels; oder
 • b. die Seite des Spielfeldes für das erste Spiel des Wettspiels; in diesem Fall wählt / wählen der / die Gegner, ob er / sie Aufschläger oder Rückschläger für das erste Spiel des Wettspiels sein will / wollen; oder
 • c. vom Gegner / von den Gegnern zu verlangen, eine der oben genannten Entscheidungen zu treffen.

Regel 10 : Wechsel der Spielfeldseiten (Alt 16 & 27)
Die Spieler haben in jedem Satz nach dem ersten, dritten und jedem darauf folgenden ungeraden Spiel sowie nach Beendigung eines jeden Satzes die Seiten des Spielfeldes zu wechseln. Ist aber die Summe der Spiele eines Satzes eine gerade Zahl, so sind die Seiten erst nach dem ersten Spiel des nächsten Satzes zu wechseln. Während eines Tie-Break-Spiels haben die Spieler nach jeweils sechs Punkten die Seiten des Spielfeldes zu wechseln.

Regel 11 : Ball im Spiel (Alt 17)
Sofern nicht auf Fehler oder Wiederholung des Aufschlags entschieden wird, ist der Ball ab dem Augenblick, in dem der Aufschläger den Ball trifft, im Spiel und bleibt im Spiel, bis der Punkt entschieden ist.

Regel 12 : Ball berührt eine Linie (Alt 22)
Berührt ein Ball eine Linie, so gilt, dass er das von dieser Linie begrenzte Spielfeld berührt hat.

Regel 13 : Ball berührt eine Ständige Einrichtung (Alt 23)
Berührt der im Spiel befindliche Ball eine ständige Einrichtung, nachdem er das richtige Spielfeld berührt hat, gewinnt der Spieler, der den Ball geschlagen hat, den Punkt. Berührt der im Spiel befindliche Ball eine ständige Einrichtung, bevor er den Boden berührt, verliert der Spieler, der den Ball geschlagen hat, den Punkt.

Regel 14 : Reihenfolge beim Aufschlag (Alt 15 & 35)
Nach Beendigung eines jeden Standard-Spiels, wird der Rückschläger zum Aufschläger und der Aufschläger zum Rückschläger für das nächste Spiel.
Im Doppel entscheidet jeweils das Doppelpaar, das im ersten Spiel eines jeden Satzes aufschlägt, welcher Spieler in diesem Spiel aufschlägt. Genauso entscheidet das gegnerische Doppelpaar vor Beginn des zweiten Spiels, welcher Spieler in diesem Spiel aufschlägt. Der Partner desjenigen Spielers, der im ersten Spiel aufgeschlagen hat, schlägt im dritten Spiel und der Partner desjenigen Spielers, der im zweiten Spiel aufgeschlagen hat, schlägt im vierten Spiel auf. Dieser Wechsel muss bis zur Beendigung des Satzes beibehalten werden.

Regel 15 : Reihenfolge beim Rückschlag im Doppwl (Alt  35, 36 & 40 )
Das Doppelpaar, das im ersten Spiel eines jeden Satzes den Aufschlag zurückzuschlagen hat, entscheidet, welcher Spieler den Aufschlag zum ersten Punkt in diesem Spiel zurückschlägt. Genauso entscheidet das gegnerische Doppelpaar vor Beginn des zweiten Spiels, welcher Spieler den Aufschlag zum ersten Punkt dieses Spiels zurückschlägt. Der Partner desjenigen Spielers, der für den ersten Punkt des Spiels Rückschläger war, wird für den zweiten Punkt Rückschläger; dieser Wechsel muss bis zur Beendigung des Spiels und des Satzes beibehalten werden.
Nachdem der Rückschläger den Ball zurückgeschlagen hat, darf jeder der Spieler in einem Doppelpaar den Ball schlagen.

Regel 16 : Aufschlag (Alt 7)
Unmittelbar vor Beginn der Aufschlagbewegung, muss der Aufschläger mit beiden Füßen in Ruhestellung hinter der Grundlinie (d. h. weiter vom Netz entfernt als diese) und innerhalb der gedachten Verlängerungen des Mittelzeichens und der Seitenlinie stehen.
Der Aufschläger hat dann den Ball mit der Hand in eine beliebige Richtung zu werfen und den Ball mit dem Schläger zu schlagen, bevor dieser den Boden berührt. Die Aufschlagbewegung ist in dem Augenblick beendet, in dem der Schläger des Spielers den Ball trifft oder verfehlt. Ein Spieler, der nur einen Arm benutzen kann, darf den Schläger benutzen, um den Ball aufzuwerfen

Regel 17 : Ausführung des Aufschlags (Alt 9 & 17)
Bei der Ausführung des Aufschlags in einem Standard-Spiel hat der Aufschläger abwechselnd hinter den Hälften des Spielfeldes zu stehen, beginnend in jedem Spiel hinter der rechten Hälfte des Spielfeldes.
In einem Tie-Break-Spiel wird der Aufschlag abwechselnd hinter den beiden Hälften des Spielfeldes ausgeführt, wobei der erste Aufschlag hinter der rechten Hälfte des Spielfeldes erfolgen muss.
Der aufgeschlagene Ball muss das Netz überfliegen und das schräg gegenüberliegende Aufschlagfeld treffen, bevor der Rückschläger den Ball zurückschlägt.

Regel 18 : Fußfehler (Alt 7 & 8)
Während der Aufschlagbewegung, darf der Aufschläger nicht:

 • a. seine Stellung durch Gehen oder Laufen verändern, wobei geringfügige Bewegungen der Füße erlaubt sind,
 • b. die Grundlinie oder das Spielfeld mit einem Fuß berühren,
 • c. die Fläche außerhalb der gedachten Verlängerung der Seitenlinie mit einem Fuß berühren,
 • d. die gedachte Verlängerung des Mittelzeichens mit einem Fuß berühren. Verstößt der Aufschläger gegen diese Regel gilt dies als “Fußfehler”.

Regel 19 : Aufschlagfehler (Alt 10 & 39)
Es ist ein Aufschlagfehler, wenn:

 • a. der Aufschläger gegen die Regeln 16, 17 oder 18 verstößt; oder
 • b. der Aufschläger beim Versuch den Ball zu schlagen, diesen verfehlt; oder
 • c. der aufgeschlagene Ball eine ständige Einrichtung, Einzelstütze oder Netzpfosten berührt, bevor dieser den Boden berührt; oder
 • d. der aufgeschlagene Ball den Aufschläger oder den Partner des Aufschlägers oder irgendetwas, was der Aufschläger oder der Partner des Aufschlägers an sich trägt oder hält, berührt.

Regel 20 : Zweiter Aufschlag (Alt 11)
Ist der erste Aufschlag ein Fehler, hat der Aufschläger hinter derselben Hälfte des Spielfeldes, hinter der der Fehler aufgeschlagen wurde, ohne Verzögerung erneut aufzuschlagen, es sei denn, der Aufschlag erfolgte hinter der falschen Hälfte.

Regel 21 : Spielbereitschaft (Alt  12 & 30)
Der Aufschläger darf erst aufschlagen, wenn der Rückschläger spielbereit ist. Jedoch hat der Rückschläger in einem angemessenen Tempo des Aufschlägers zu spielen und innerhalb einer angemessenen Zeit, in der der Aufschläger spielbereit ist, zum Rückschlag bereit zu sein.
Ein Rückschläger, der versucht, den aufgeschlagenen Ball zurückzuschlagen, gilt als spielbereit. Wird aber angezeigt, dass der Rückschläger nicht bereit ist, darf ein Aufschlag nicht als Fehler gewertet werden.

Regel 22 : Wiederholung des Aufschlages (Alt 14)
Der Aufschlag ist zu wiederholen, wenn:

 • a. der aufgeschlagene Ball das Netz, den Netzhalter oder die Netzeinfassung berührt und anderweitig gut ist; oder, nachdem er das Netz, den Netzhalter oder die Netzeinfassung berührt hat, den Rückschläger oder den Partner des Rückschlägers oder irgendetwas, was sie an sich tragen oder halten, trifft, bevor dieser den Boden berührt; oder:
 • b. der Ball aufgeschlagen wird, obgleich der Rückschläger nicht spielbereit ist.
Im Fall eines zu wiederholenden Aufschlags zählt dieser Aufschlag nicht, und der Aufschläger hat erneut aufzuschlagen; doch wird durch einen zu wiederholenden Aufschlag ein vorheriger Fehler nicht aufgehoben.

Regel 23 :Wiederholungen (Alt 13 & 25)
In allen Fällen, in denen auf Wiederholung entschieden wurde, ausgenommen die Entscheidung auf Wiederholung eines zweiten Aufschlags, ist der ganze Punkt zu wiederholen.

Regel 24 : Punktverlust (Alt  18, 19, 20 & 40)
Ein Punkt ist verloren, wenn:

 • a. der Spieler zwei aufeinander folgende Aufschlagfehler macht; oder
 • b. der Spieler den im Spiel befindlichen Ball nicht zurückschlägt, bevor dieser zweimal hintereinander aufspringt; oder
 • c. der Spieler den im Spiel befindlichen Ball so zurückschlägt, dass dieser den Boden oder einen Gegenstand außerhalb des richtigen Spielfeldes trifft; oder
 • d. der Spieler den im Spiel befindlichen Ball so zurückschlägt, dass dieser eine ständige Einrichtung trifft, bevor er aufspringt; oder
 • e. der Spieler den im Spiel befindlichen Ball absichtlich auf dem Schläger trägt oder fängt oder mit dem Schläger absichtlich mehr als einmal berührt; oder
 • f. der Spieler oder der Schläger, unabhängig davon, ob dieser sich in der Hand des Spielers befindet oder nicht, oder irgendetwas, was der Spieler an sich trägt oder hält, das Netz, die Netzpfosten bzw. Einzelstützen, das Seil oder Metallkabel, den Netzhalter, die Netzeinfassung oder das Spielfeld des Gegners zu irgendeinem Zeitpunkt berührt, während der Ball im Spiel ist; oder
 • g. der Spieler den Ball schlägt, bevor dieser das Netz überflogen hat; oder
 • h. der im Spiel befindliche Ball den Spieler oder irgendetwas, was der Spieler an sich trägt oder hält, berührt, mit Ausnahme des Schlägers; oder
 • i. der im Spiel befindliche Ball den Schläger berührt, ohne dass der Spieler diesen hält; oder
 • j. der Spieler absichtlich und wesentlich die Form des Schlägers verändert, während der Ball im Spiel ist; oder
 • k. im Doppel beide Spieler den Ball beim Schlagen berühren.

Regel 25 : Guter Rückschlag (Alt 24)
Ein Rückschlag ist gut:

 • a. wenn der Ball das Netz, die Netzpfosten bzw. Einzelstützen, das Seil oder Metallkabel, den Netzhalter oder die Netzeinfassung berührt, vorausgesetzt, dass er diese überfliegt und den Boden innerhalb des richtigen Spielfeldes trifft; ausgenommen wie in Regel 2 und 25 d vorgeschrieben; oder
 • b. wenn der im Spiel befindliche Ball den Boden innerhalb des richtigen Spielfeldes berührt hat und über das Netz zurückspringt oder zurückgeweht wird, der Spieler über das Netz reicht und den Ball in das richtige Spielfeld spielt, vorausgesetzt, dass der Spieler nicht gegen Regel 24 verstößt; oder
 • c. wenn der Ball außerhalb der Netzpfosten bzw. Einzelstützen, entweder oberhalb oder unterhalb der Höhe der Netzoberkante zurückgeschlagen wird, auch wenn dieser die Netzpfosten bzw. Einzelstützen berührt, vorausgesetzt, dass dieser den Boden im richtigen Spielfeld trifft; ausgenommen wie in Regel 2 und 25 d vorgeschrieben; oder
 • d. wenn der Ball unterhalb des Seiles oder Metallkabels zwischen der Einzelstütze und dem angrenzenden Netzpfosten hindurch fliegt, ohne das Netz, das Seil oder Metallkabel oder den Netzpfosten zu berühren und den Boden im richtigen Spielfeld berührt, oder
 • e. wenn der Spieler mit seinem Schläger über das Netz reicht, nachdem er den Ball auf seiner eigenen Seite des Netzes geschlagen hat, und der Ball den Boden im richtigen Spielfeld trifft; oder
 • f. wenn der Spieler den im Spiel befindlichen Ball schlägt, der einen anderen im richtigen Spielfeld liegenden Ball trifft.

Regel 26 : Behinderung (Alt 21, 25 & 36)
Wird ein Spieler beim Spielen eines Punktes durch eine absichtliche Handlung des Gegners / der Gegner behindert, gewinnt der Spieler den Punkt.
Jedoch ist der Punkt zu wiederholen, wenn ein Spieler beim Spielen eines Punktes durch eine entweder unabsichtliche Handlung des Gegners / der Gegner oder etwas außerhalb seiner eigenen Kontrolle liegendes (mit Ausnahme einer ständigen Einrichtung) behindert wird.

Regel 27 : Berichtigung von Irrtümern (Neu)
Grundsätzlich gilt: Wird ein Irrtum bezüglich der Tennisregeln der ITF entdeckt, bleiben alle vorher gespielten Punkte bestehen. Entdeckte Irrtümer sind wie folgt zu berichtigen:

a. (Alt 9a, 11 & 27b.3)
Schlägt während eines Standard-Spiels oder eines Tie-Break-Spiels ein Spieler hinter der falschen Hälfte des Spielfeldes auf, ist dies zu berichtigen, sobald der Irrtum entdeckt wird und der Aufschläger hat hinter der gemäß des Punktstandes richtigen Hälfte des Spielfeldes aufzuschlagen. Ein vor der Entdeckung des Irrtums begangener Aufschlagfehler wird gewertet.
b. (Alt 16)
Befinden sich die Spieler während eines Standard-Spiels oder eines Tie- Break-Spiels auf den falschen Seiten des Spielfeldes, ist der Irrtum, sobald er entdeckt wird, zu berichtigen und der Aufschläger hat von der gemäß des Spielstands richtigen Seite des Spielfeldes aufzuschlagen.
c. (Alt 15 & 37)
Schlägt ein Spieler während eines Standard-Spiels auf, ohne an der Reihe zu sein, hat der Spieler, der ursprünglich hätte aufschlagen sollen, aufzuschlagen, sobald der Irrtum entdeckt wird. Wurde jedoch ein Spiel beendet, bevor der Irrtum entdeckt wurde, bleibt die geänderte Reihenfolge beim Aufschlag bestehen. Ein vor der Entdeckung des Irrtums vom Gegner / von den Gegnern begangener Aufschlagfehler wird nicht gewertet.
Schlägt im Doppel der Partner eines Doppelpaars auf, der nicht an der Reihe ist, wird ein vor der Entdeckung des Irrtums begangener Aufschlagfehler gewertet.
d. (Alt 27, Fall 3)
Schlägt ein Spieler während eines Tie-Break-Spiels auf, ohne an der Reihe zu sein, und der Irrtum wird entdeckt, nachdem eine gerade Anzahl von Punkten gespielt worden ist, wird der Irrtum sofort berichtigt. Wird der Irrtum entdeckt, nachdem eine ungerade Anzahl von Punkten gespielt worden ist, bleibt die geänderte Reihenfolge beim Aufschlag bestehen.
Schlägt im Doppel der Partner eines Doppelpaars auf, der nicht an der Reihe ist, wird ein vor der Entdeckung des Irrtums begangener Aufschlagfehler gewertet.
e. (Alt 38)
Kommt es während eines Standard-Spiels oder eines Tie-Break-Spiels im Doppel zu einem Irrtum in der Reihenfolge beim Rückschlag, bleibt diese geänderte Reihenfolge bestehen bis zur Beendigung des Spiels, in dem der Irrtum entdeckt wurde. Für das nächste Spiel in diesem Satz, in dem sie Rückschläger sind, haben die Partner die ursprüngliche Reihenfolge beim Rückschlag wieder aufzunehmen.
f. (Alt 27, Fall 1)
Wird beim Spielstand von 6 beide irrtümlich ein Tie-Break-Spiel begonnen, obgleich zuvor vereinbart wurde, dass der Satz ein “Vorteil-Satz“ sein soll, ist der Irrtum sofort zu berichtigen, wenn nur ein Punkt gespielt worden ist. Wird der Irrtum entdeckt, nachdem der zweite Punkt bereits gespielt wird, ist der Satz als “Tie-Break-Satz“ fortzusetzen.
g. (Alt 27, Fall 2)
Wird beim Spielstand von 6 beide irrtümlich ein Standard-Spiel begonnen, obgleich zuvor vereinbart wurde, dass der Satz ein “Tie-Break-Satz” sein soll, ist der Irrtum sofort zu berichtigen, wenn nur ein Punkt gespielt worden ist. Wird der Irrtum entdeckt, nachdem der zweite Punkt bereits gespielt wird, ist der Satz bis zum Spielstand von 8 beide (oder einer höheren geraden Zahl) als “Vorteil-Satz“ fortzusetzen und dann ein Tie-Break-Spiel zu spielen.
h. (Neu)
Wird irrtümlich ein “Vorteil-Satz” oder ein “Tie-Break-Satz” begonnen, obgleich zuvor vereinbart wurde, dass der letzte Satz ein entscheidender Wettspiel- Tie-Break sein soll, ist der Irrtum sofort zu berichtigen, wenn nur ein Punkt gespielt worden ist. Wird der Irrtum entdeckt, nachdem der zweite Punkt bereits gespielt wurde, wird der Satz fortgesetzt bis entweder ein Spieler / Doppelpaar drei Spiele (und somit den Satz) gewonnen hat oder bis der Spielstand von 2 beide erreicht ist. Dann ist ein entscheidender Wettspiel- Tie-Break zu spielen. Wird der Irrtum jedoch erst entdeckt, nachdem das fünfte Spiel begonnen wurde, wird der Satz als “Tie-Break-Satz“ fortgesetzt (siehe Anhang IV).
i. (Alt 32)
Wurden die Bälle nicht in der richtigen Reihenfolge gewechselt, ist der Irrtum zu berichtigen, wenn der Spieler / das Doppelpaar, der / das mit neuen Bällen hätte aufschlagen sollen, wieder an der Reihe ist, für ein neues Spiel aufzuschlagen. Danach sind die Bälle so zu wechseln, dass die Anzahl der Spiele zwischen den Wechseln der Bälle der ursprünglich festgelegten Anzahl entspricht. Die Bälle dürfen nicht während eines Spiels gewechselt werden.

Regel 28 :  Verantwortlichkeiten der Platz-Offiziellen  (Alt 29 &30)
               (Oberschiedsrichter, Schiedsrichter; Linienrichter)
Die Verantwortlichkeiten der in Wettspielen eingesetzten Offiziellen sind in Anhang V dargelegt.

Regel 29 : Kontinuierliches Spiel (Alt 29 & 30)
Grundsätzlich gilt, dass das Spiel ab dem Zeitpunkt des Wettspielbeginns (nachdem der erste Aufschlag des Wettspiels ins Spiel gebracht wurde) bis zur Beendigung des Wettspiels nicht unterbrochen werden darf.

 • a. Zwischen den Punkten sind höchstens zwanzig (20) Sekunden erlaubt. Wechseln die Spieler am Ende eines Spiels die Seiten, sind höchstens neunzig (90) Sekunden erlaubt. Jedoch nach dem ersten Spiel eines jeden Satzes und während eines Tie-Break-Spiels, darf das Spiel nicht unterbrochen werden und die Spieler wechseln die Seiten ohne Pause. Nach Beendigung eines jeden Satzes gibt es eine Satzpause von höchstens einhundertundzwanzig (120) Sekunden. Die maximal zulässige Zeit beginnt ab dem Augenblick, in dem ein Punkt entschieden ist, bis der erste Aufschlag zum nächsten Punkt erfolgt ist. Veranstalter von professionellen Circuits können bei der ITF eine Genehmigung auf Verlängerung der neunzig (90) Sekunden, die beim Seitenwechsel der Spieler nach Beendigung eines Spiels und der einhundertundzwanzig (120) Sekunden, die bei einer Satzpause erlaubt sind, beantragen.
 • b. Wenn aus Gründen, die außerhalb des Einflusses eines Spielers liegen, dessen Kleidung, Schuhwerk oder notwendige Ausrüstung (mit Ausnahme des Schlägers) kaputt geht oder ausgewechselt werden muss, kann dem Spieler eine angemessene zusätzliche Zeit gewährt werden, um das Problem zu beheben.
 • c. Es ist keine zusätzliche Zeit zu gewähren, um dem Spieler zu erlauben, sich zu erholen. Jedoch kann einem Spieler mit behandelbaren medizinischen Beschwerden eine Behandlungspause von drei Minuten für die Behandlung dieser medizinischen Beschwerden gewährt werden. Auch eine begrenzte Anzahl von Toiletten- / Kleiderwechselpausen kann gewährt werden, wenn dies vor Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben wurde.
 • d. Veranstalter können eine Erholungspause von höchstens zehn (10) Minuten gewähren, wenn dies vor Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben wurde. Diese Erholungspause kann nach dem 3. Satz in einem Wettspiel über drei Gewinnsätze oder nach dem 2. Satz in einem Wettspiel über zwei Gewinnsätze genommen werden.
 • e. Die Einschlagzeit darf höchstens fünf (5) Minuten betragen, es sei denn, durch die Veranstalter wird anderweitig entschieden.

Regel 30 : Beratung (Alt 31)
Beratung ist jegliche / jeglicher hörbare oder sichtbare Kommunikation, Ratschlag oder Anweisung an einen Spieler.
In Mannschaftswettkämpfen, bei denen ein Mannschaftsführer auf dem Platz sitzt, kann der Mannschaftsführer den / die Spieler während einer Satzpause und beim Seitenwechsel der Spieler am Ende eines Spiels beraten, jedoch nicht beim Seitenwechsel der Spieler nach dem ersten Spiel eines jeden Satzes und nicht während eines Tie-Break-Spiels.
In allen anderen Wettspielen ist Beratung des Spielers / der Spieler nicht erlaubt.


Anhang I : Bälle
 • a. Die äußere Hülle des Balles muss gleichförmig und nahtlos, seine Farbe weiß oder gelb sein. '
 • b. Der Ball muss diesen Anforderungen entsprechen und eine Masse von mehr als 56,0 g und weniger als 59,4 g aufweisen.
 • c. Es gibt mehrere spezifizierte Ballarten. Jeder Ball muss eine Sprunghöhe von mehr als 134,62 cm und weniger als 147,32 cm aufweisen, wenn er aus einer Höhe von 254,00 cm auf eine ebene, harte Fläche, z. B. Beton, fallen gelassen wird. Ballart 1 (schnelle Beschleunigung) muss bei einem Druck von 8,165 kg eine Verformung von mehr als 4,95 mm und weniger als 5,97 mm nach innen und bei Entlastung eine Rückverformung von mehr als 6,73 mm und weniger als 9,14 mm haben. Ballart 2 (mittelschnelle Beschleunigung) und 3 (langsame Beschleunigung) müssen bei einem Druck von 8,165 kg eine Verformung von mehr als 5,59 mm und weniger als 7,37 mm nach innen und bei Entlastung eine Rückverformung von mehr als 8,00 mm und weniger als 10,8 mm haben. Beide Verformungsmaße müssen die Durchschnittsergebnisse von drei einzelnen Messungen über drei Achsen des Balles sein, wobei in jedem Fall zwei einzelne Messungen nicht mehr als 0,76 mm voneinander abweichen dürfen.
 • d. Für Spiele in einer Höhe über 1219 m ü.d.M. dürfen zwei zusätzliche Balltypen benutzt werden.
  • i. Der erste Balltyp entspricht der vorstehend beschriebenen Ballart 2 (mittelschnelle Beschleunigung) ausgenommen, dass der Ball eine Sprunghöhe von mehr als 121,92 cm und weniger als 134,62 cm und einen Innendruck aufweisen muss, der größer ist als der Außendruck. Dieser Tennisballtyp ist allgemein als Druckball bekannt.
  • ii. Der zweite Balltyp entspricht der vorstehend beschriebenen Ballart 2 (mittelschnelle Beschleunigung) ausgenommen, dass der Ball einen Innendruck aufweisen muss, der ungefähr dem Außendruck entspricht und 60 Tage oder mehr in der Höhe des entsprechenden Turniers den klimatischen Verhältnissen angepasst worden sein muss. Dieser Tennisballtyp ist allgemein als Halb-Druckball oder druckloser Ball bekannt.
  • iii. Der dritte Balltyp, der für das Spiel auf jedem Platzbelag in einer Höhe von über 1219 m empfohlen wird, ist die vorstehend beschriebene Ballart 3 (langsame Beschleunigung).
 • e. Alle Tests für Sprunghöhe, Größe und Verformung sind in Übereinstimmung mit den nachstehenden Bestimmungen durchzuführen.

Klassifizierung und Platzbelagsschnelligkeit

Die angewandte ITF Testmethode für die Bestimmung der Schnelligkeit eines Platzbelages ist die Testmethode ITF CS 01/01 (ITF-Einstufung der Belagsschnelligkeit) wie in der ITF Informationsschrift mit dem Titel “Eine Ausgangs-ITF-Studie über die Leistungsstandards für Tennisplatzbeläge“ dargelegt.
Platzbeläge mit einer ITF-Einstufung der Belagsschnelligkeit zwischen 0 und 35 sind als zur Kategorie 1 (langsame Platzbeläge) gehörig einzustufen. Beispiele für Platzbelagtypen, die dieser Einstufung entsprechen, sind die meisten Sandplätze und andere Arten von ungebundenen mineralischen Belägen.
Platzbeläge mit einer ITF-Einstufung der Belagsschnelligkeit zwischen 30 und 45 sind als zur Kategorie 2 (mittlere / mittelschnelle Platzbeläge) gehörig einzustufen. Beispiele für Platzbeläge dieser Einstufung sind die meisten Hartplätze mit verschiedenen acrylartigen Belägen und einige Textilbeläge.
Platzbeläge mit einer ITF-Einstufung der Belagsschnelligkeit von über 40 sind als zur Kategorie 3 (schnelle Platzbeläge) gehörig einzustufen.
Beispiele für Platzbeläge dieser Kategorie sind die meisten Naturrasen-, Kunstrasen- und einige Textilbeläge.


Anhang II : Schläger
 • a. Die Schlagfläche des Schlägers muss flach sein und aus einem Muster sich kreuzender Saiten bestehen, die an einem Rahmen befestigt und / oder an ihren Kreuzungspunkten abwechselnd verflochten oder verbunden sind. Das Besaitungsmuster muss völlig gleichmäßig sein und insbesondere in der Mitte nicht weniger dicht sein als in irgendeinem anderen Bereich. Der Schläger muss so konstruiert und besaitet sein, dass die Spieleigenschaften auf beiden Schlagflächen identisch sind. An den Saiten dürfen keine Gegenstände und hervorstehenden Teile angebracht sein, mit Ausnahme solcher, die ausschließlich und speziell dazu dienen, Verschleiß und Abnutzung oder Schwingungen einzuschränken oder zu verhindern. Diese Gegenstände und hervorstehenden Teile müssen in Größe und Anordnung für solche Zwecke angemessen sein.
 • b. Der Rahmen des Schlägers darf einschließlich Griff eine Gesamtlänge von 73,66 cm und eine Gesamtbreite von 31,75 cm nicht überschreiten. Die Schlagfläche darf in der Gesamtlänge 39,37 cm und in der Gesamtbreite 29,21 cm nicht überschreiten.
 • c. Der Rahmen einschließlich Griff darf keine an ihm befestigten Gegenstände oder Vorrichtungen aufweisen mit Ausnahme solcher, die ausschließlich und speziell dazu dienen, Verschleiß und Abnutzung oder Schwingungen einzuschränken oder zu verhindern oder das Gewicht zu verteilen. Alle derartigen Gegenstände und Vorrichtungen müssen in Größe und Anordnung für solche Zwecke angemessen sein.
 • d. Der Rahmen, einschließlich Griff und Saiten, darf keine Vorrichtung aufweisen, die es ermöglicht, während des Spielens eines Punktes, die Form des Schlägers wesentlich zu verändern oder die Gewichtsverteilung in Richtung der Längenachse des Schlägers zu verändern, was zu einer Änderung der Schwungkraft führen würde, oder vorsätzlich eine physikalische Eigenschaft zu verändern, welche die Leistungsfähigkeit des Schlägers beeinflussen kann. Es darf keinerlei Energiequelle, die in irgendeiner Weise die Spieleigenschaften eines Schlägers verändert oder beeinflusst, im Schläger oder am Schläger angebracht sein.


Anhang III : Werbung
 • 1. Werbung auf dem Netz ist gestattet, sofern diese auf dem Teil des Netzes angebracht ist, welcher 0,914 m von den Netzpfosten entfernt ist, und so beschaffen ist, dass sie die Sicht der Spieler oder die Spielbedingungen nicht beeinträchtigt.
 • 2. An den hinteren und seitlichen Einzäunungen des Platzes angebrachte Werbung und andere Markierungen oder Materialien sind gestattet, es sei denn sie beeinträchtigen die Sicht der Spieler oder die Spielbedingungen.
 • 3. Auf dem Platzbelag außerhalb der Linien angebrachte Werbung und andere Markierungen oder Materialien ist gestattet, es sei denn sie beeinträchtigt die Sicht der Spieler oder die Spielbedingungen.
 • 4. Ungeachtet der vorstehenden Abschnitte (1), (2) und (3) darf jegliche auf dem Netz oder an den hinteren und seitlichen Einzäunungen des Platzes oder auf dem Platzbelag außerhalb der Linien angebrachte Werbung, Markierungen oder Materialien, keine weiße oder gelbe oder andere helle Farben aufweisen, welche die Sicht der Spieler oder die Spielbedingungen beeinträchtigen könnte.
 • 5. Werbung und andere Markierungen oder Materialien auf dem Platzbelag innerhalb der Linien des Platzes sind nicht gestattet.


Anhang IV : Alternative Zählweisen

Zählweise in einem Spiel
"Ohne Vorteil Spiel"
Diese alternative Zählweise darf angewandt werden.
Ein Standard-Spiel wird wie folgt gezählt, wobei der Punktstand des Aufschlägers zuerst genannt wird:
       Kein Punkt     –    “Null”
       Erster Punkt   –    “15”
       Zweiter Punkt –    “30”
       Dritter Punkt   –    “40”
       Vierter Punkt  –    “Spiel”
Haben beide Spieler / Doppelpaare je drei Punkte gewonnen, wird der Punktstand als “Einstand” bezeichnet und ein entscheidender Punkt ist zu spielen. Der / die Rückschläger wählt / wählen, ob er / sie den Aufschlag auf der rechten Hälfte oder auf der linken Hälfte des Spielfeldes annehmen möchte / möchten. Im Doppel dürfen die Spieler des rückschlagenden Doppelpaars die Positionen nicht ändern, um diesen entscheidenden Punkt anzunehmen. Der Spieler / das Doppelpaar, der / das den entscheidenden Punkt gewinnt, gewinnt das “Spiel“.
Im Mixed muss der Spieler des gleichen Geschlechts wie der Aufschläger den entscheidenden Punkt annehmen. Die Spieler des rückschlagenden Doppelpaars dürfen ihre Position für die Annahme des entscheidenden Punkts nicht ändern.

Zählweise in einem Satz
1. “Kurzsätze“
Der Spieler / das Doppelpaar, der / das zuerst vier Spiele gewonnen hat, gewinnt den Satz, vorausgesetzt, er / es hat einen Vorsprung von zwei Spielen gegenüber dem Gegner / den Gegnern. Wird der Spielstand von 4 beide erreicht, ist ein Tie-Break zu spielen.
2. Entscheidender Wettspiel-Tie-Break bis 7 Punkte
Bei einem Spielstand von 1:1 Sätzen in einem Wettspiel auf zwei Gewinnsätze oder 2:2 Sätzen in einem Wettspiel auf drei Gewinnsätze, ist ein Tie-Break-Spiel zu spielen, um das Wettspiel zu entscheiden. Dieses Tie-Break-Spiel ersetzt den entscheidenden letzten Satz. Der Spieler / das Doppelpaar, der / das zuerst sieben Punkte gewonnen hat, gewinnt diesen Wettspiel-Tie-Break und das Wettspiel, vorausgesetzt, es besteht ein Vorsprung von zwei Punkten gegenüber dem Gegner / den Gegnern.
3. Entscheidender Wettspiel-Tie-Break bis 10 Punkte
Bei einem Spielstand von 1:1 Sätzen in einem Wettspiel auf zwei Gewinnsätze oder 2:2 Sätzen in einem Wettspiel auf drei Gewinnsätze, ist ein Tie-Break-Spiel zu spielen, um das Wettspiel zu entscheiden. Dieses Tie-Break-Spiel ersetzt den entscheidenden letzten Satz.
Der Spieler / das Doppelpaar, der / das zuerst zehn Punkte gewonnen hat, gewinnt diesen Wettspiel-Tie-Break und das Wettspiel, vorausgesetzt, es besteht ein Vorsprung von zwei Punkten gegenüber dem Gegner / den Gegnern.


Anhang V : Verantwortlichkeiten der Platz-Offiziellen
    
                (Oberschiedsrichter, Schiedsrichter; Linienrichter)
Der Oberschiedsrichter ist die letzte Instanz für alle Regelfragen und seine Entscheidung ist endgültig.
In Wettspielen, für die ein Schiedsrichter eingesetzt ist, ist der Schiedsrichter die letzte Instanz für alle Tatsachenentscheidungen während eines Wettspiels. Die Spieler haben das Recht, den Oberschiedsrichter auf den Platz zu rufen, wenn sie mit der Auslegung einer Tennisregel seitens des Schiedsrichters nicht einverstanden sind
In Wettspielen, für die Linienrichter und Netzrichter eingesetzt sind, werden alle Entscheidungen (einschließlich Fußfehlerentscheidungen) mit Bezug auf die Linie oder das Netz von ihnen getroffen. Der Schiedsrichter hat das Recht, die Entscheidung eines Linienrichters oder Netzrichters abzuändern, wenn sich der Schiedsrichter sicher ist, dass eine eindeutige Fehlentscheidung getroffen worden ist. Wo kein Linienrichter oder Netzrichter eingesetzt ist, ist der Schiedsrichter für jegliche Linienentscheidungen (einschließlich Fußfehler) oder Netz zuständig.
Kann ein Linienrichter eine Entscheidung nicht treffen, hat er dies dem Schiedsrichter unverzüglich anzuzeigen, der dann eine Entscheidung zu treffen hat. Kann der Linienrichter eine Entscheidung nicht treffen oder, wenn es keinen Linienrichter gibt und der Schiedsrichter kann eine Entscheidung über eine Tatsachenfrage nicht treffen, ist der Punkt zu wiederholen.
Bei Mannschaftswettbewerben, bei denen der Oberschiedsrichter auf dem Platz sitzt, ist der Oberschiedsrichter auch die letzte Instanz für Tatsachenentscheidungen.
Hält der Schiedsrichter dies für notwendig oder angemessen, darf er das Spiel jederzeit unterbrechen oder verschieben. Der Oberschiedsrichter darf das Spiel wegen der Dunkelheit, des Wetters oder schlechter Platzbeschaffenheit ebenfalls unterbrechen oder verschieben. Wird das Spiel wegen Dunkelheit verschoben, ist dies nach Beendigung eines Satzes oder nachdem eine gerade Anzahl von Spielen im laufenden Satz gespielt worden ist, vorzunehmen. Nach einer Spielverschiebung gelten der Spielstand und die Aufstellung der Spieler auf dem Platz, wenn das Wettspiel wieder aufgenommen wird.
Wenn ein anerkannter Verhaltenskodex zur Anwendung kommt, hat der Schiedsrichter oder Oberschiedsrichter seine Entscheidungen bezüglich kontinuierlichen Spielens und Beratung nach diesem zu treffen.