SVE zittert sich zum Derbysieg

Der Eilendorfer Landesligist bezwingt Hertha Walheim knapp mit 1:0. Gästekeeper Oliver Bronikowski ist der herausragende Akteur.

Wer Mirko Braun und Achim Rodtheut nach dem Abpfiff beobachtete, der hätte glauben können, dass auf dem Spielberichtsbogen etwas nicht richtig stimmte. Denn während Rodtheut, Trainer des frisch gebackenen 1:0 (1:0)-Derbysiegers, den Platz trotz dieses Umstandes kopfschüttelnd und sichtlich angefressen verließ, hatte sein Gegenüber Braun ein Lächeln im Gesicht. Grund dafür dürfte sicherlich gewesen sein, dass der neue (alte) Walheimer Trainer, der unter der Woche den Posten von Daniel Formberg übernommen hatte, eine Walheimer Mannschaft gesehen hatte, die nicht wie ein Absteiger spielte. „Ich werde einen Teufel tun und die Mannschaft nach diesem Auftritt kritisieren“, stellte Walheims Coach klar. „Stattdessen habe ich ihr zu dieser Leistung gratuliert. Ich war beeindruckt.“


Tatsächlich beherrschte die Heimelf die Partie über weite Strecken. Dass die Hertha dennoch nach 90 Minuten mit leeren Händen dastand, lag vor allem an SVE-Keeper Oliver Bronikowski, der einige herausragende Reflexe gezeigt hatte. „Am Ende ist es ein schmeichelhafter Sieg“, gestand Rodtheut. „Wir hatten mit der Intensität der Hertha aber auch mit großen Personalproblemen zu kämpfen“, schilderte der Gästecoach.

Im ersten Durchgang strahlte keines der beiden Teams wirkliche Torgefahr aus. Die Gastgeber wirkten präsenter, ohne sich jedoch klare Gelegenheiten herauszuspielen. Wie so oft wurde es bei den Eilendorfern gefährlich, wenn Goalgetter Niklas Valerius in die Nähe des Spielgeräts kam. In Spielminute elf noch am Torabschluss gehindert, ließ sich Valerius seine nächste Gelegenheit im Walheimer Strafraum nicht nehmen und schloss humorlos zum 1:0 für die Gäste ab (36.).

Der Führungstreffer beflügelte die Eilendorfer jedoch nicht. Stattdessen riss die Hertha die Partie im zweiten Durchgang vollkommen an sich. Zunächst kratzte Bronikowski einen Freistoß von Thorsten Hensel aus dem langen Eck (49.). Dann traf Manuel Krebs aus spitzem Winkel die Latte (57.), ehe Sernane Segniabetos Flachschuss knapp am Pfosten vorbeistrich (69.). Doch damit nicht genug: Später kratzte Bronikowski einen Kopfball von Heinz Putzier von der Linie (77.), um anschließend auch Krebs’ Versuch aus kürzester Distanz zu vereiteln (81.). „Eilendorfs Keeper war der herausragende Mann“, lobte Braun anerkennend.

„Wir hätten uns den Nachmittag deutlich entspannter gestalten können“, ärgerte sich Rodtheut derweil, angesprochen auf die vielen Kontergelegenheiten, die seine Mannschaft in der Schlussphase fahrlässig vertändelte. Allen voran Ceyhan Arslan, der Hertha-Keeper Markus Schäfer aus fünf Metern in die Arme schoss (88.). So blieb es bis zum letzten Pfiff ein Derby auf Messers Schneide mit dem glücklicheren Ende für den SVE. „Ich bin sehr positiv gestimmt für die kommenden Wochen“, sagte Braun. „In der Mannschaft steckt Feuer.“ Sein Gegenüber war dagegen deutlich unzufrieden: „Das Spiel werden wir uns noch einmal ansehen müssen.“

Schiedsrichter: Lukas Koch (Süderbrarup) - Zuschauer: 250 Tore: 0:1 Niklas Valerius (37.)

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