U19 von Hertha Walheim gewinnt Derby in Vichttal und verschafft sich Luft nach unten

Mit 2:1 (0:1) gewann die U19 von Hertha Walheim am Sonntagmorgen bei widrigen Wetterverhältnissen das Derby beim VfL Vichttal und verschafft sich damit einen 7-Punkte Vorsprung zu den Abstiegsplätzen in der A-Jugend Mittelrheinliga. Mit einem Heimsieg am kommenden Mittwochabend gegen Deutz 05 könnte die Hertha im letzten Spiel vor der Winterpause sogar wieder Anschluss an die Plätze finden, die die direkte Qualifikation für die Mittelrheinliga in der kommenden Saison bedeuten.

Auf Endspiel-Modus hatten die Hertha Coaches Hans-Peter Lipka und Rene Tamke ihre Jungs vor diesem enorm wichtigen Spiel der beiden Tabellennachbarn eingeschworen. Davon war in den ersten 45 Minuten bei der Hertha aber leider nicht viel zu sehen. Haarsträubende Fehlpässe, eine Vielzahl technischer Fehler in Kombination mit zu vielen verlorenen Zweikämpfen ergaben im Ergebnis einen Vorteil für die Vichttaler, die allerdings bis zur 45. Minute brauchten, um mit einem direkten Freistoß aus 18 Metern nicht unverdient in Führung zu gehen. Mittelfeldmotor Erden Duran hämmerte den Ball aus 18 Metern an der Walheimer Mauer vorbei neben den Pfosten ins Tor. Kurz darauf hatte Vichttals Torjäger Daniel Ölmez nach einem erneuten Abspielfehler der Hertha sogar die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen, sein Schuss verfehlte aber zum Glück für die Hertha nur knapp sein Ziel.

Nach der Pause sah man dann eine andere Hertha U19 – jetzt endlich im Endspiel-Modus. Mit geänderter Formation, gehörigem Rückenwind und extrem hohen Pressing wurde Vichttal vom Anpfiff weg unter Druck gesetzt und nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff konnte der aufgerückte Linksverteidiger Andre Pang den Ausgleich erzielen (47. Min.), als er eine wunderschöne Hereingabe von Rechtsaußen Yannick Mertens über die Linie drückte. Hertha spielte weiter Tempofussball und wurde nach einem erneut schönen Angriff über die rechte Seite in der 67. Minute mit der 2:1 Führung, die gleichzeitig auch das Endergebnis bedeutete, belohnt. Yannick Mertens spielte den stark aufspielenden U18-Spieler Alexander Bayer im Vichttaler Strafraum frei, der noch einen Gegner aussteigen ließ und dann auf den freistehenden Luis Dias querlegte, der unhaltbar für den jungen Vichttaler Keeper einschoß.

Vichttal wechselte danach offensiv auf 3 Stürmer und drängte auf den Ausgleich. Die Hertha setze immer wieder gefährliche Konter, konnte aber nicht auf 3:1 erhöhen. In der 82. Minute musste Hertha-Keeper Max Kirch alles riskieren, um den von links durchgebrochenen Vichttaler Stürmer bravourös am Ausgleich zu hindern. Leider verletzte er sich bei der Aktion so stark, dass fortan U17-Torhüter Finn Albrecht in dem zu diesem Zeitpunkt sehr hitzigen Derby das Walheimer Tor hüten musste. Nach einer Unachtsamkeit in der Walheimer Defensive hatte Vichttal kurz vor Schluss noch eine riesen Chancen zum Ausgleich, konnte diese aber nicht nutzen.

„Das war heute ein mega wichtiger Sieg für uns“, freute sich Hertha Coach Hans-Peter Lipka über den ersten Saisonsieg unter seiner Leitung. „Der Dreier heute verschafft uns erstmal einige Luft nach unten und darüber hinaus wieder Anschluss ans untere Mittelfeld. Das war ein hartes Stück Arbeit und natürlich auch etwas glücklich. Aber aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg nicht ganz unverdient für uns. Mittwoch wollen wir dann gegen Deutz 05 im letzten Spiel des Jahres endlich auch den ersten Heimsieg einfahren. Mit der Mentalität wie in der zweiten Halbzeit heute können wir das schaffen.“

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