U19 von Hertha Walheim punktet am grünen Tisch und in Wegberg

Mit einer kämpferisch sehr starken Leistung entführte die U19 von Hertha Walheim am Samstag einen Punkt aus dem Beecker Waldstadion, wo sie gegen die heimstarke U19 von Wegberg Beeck 2:2 (0:0) spielte. Durch das Remis und die nachträgliche Wertung der 0:1-Heimniederlage zum Saisonauftakt gegen BW Königsdorf mit 2:0 zugunsten der Hertha, weil Königsdorf einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatte, konnte die U19 den Abstand zu den beiden Abstiegsplätzen auf 7 Punkte vergrößern. Mit 8 Punkten belegt das Team zwar nach wie vor den drittletzten Tabellenplatz, ist aber auf Schlagdistanz zu den Plätzen, die die direkte Qualifikation für die Zugehörigkeit zur Mittelrheinliga in der kommenden Saison bedeuten.


In der ersten Halbzeit überließ die Hertha den Wegbergern erst einmal deren eigene Hälfte, um ab kurz vor der Mittellinie die Räume ganz eng zu machen und die spielstarke Heimelf zu stören. Wegberg hatte gefühlt 75% Ballbesitz, konnte sich aber nur eine einzige Chance erspielen. Herthas Umschaltspiel nach Ballgewinn war allerdings ebenfalls erfolglos, so dass die Partie torlos zur Pause gepfiffen wurde.


Nach der Pause bot sich zunächst das gleiche Bild, allerdings gestalteten sich die Angriffe der Hertha zielstrebiger. Einen gelungenen Angriff der Hertha konnten die Wegberger nur zur Ecke klären, aus der heraus das 1:0 für die Hertha fiel (63. Min.): Der abgewehrte Ball landete zirka 22 Meter vor dem Tor bei Nikola Culum, der mit einem sehenswerten Volleyschuss unter die Querlatte dem Wegberger Keeper Eric Wille keine Chance ließ. Wegberg antwortete stürmisch und nur 7 Minuten gelang Niklas Fensky mit einem flachen Rechtschuss aus 16 Metern der Ausgleich (70. Min.). Die Hertha zeigte sich allerdings nicht geschockt, spielte nun wieder offensiver und mutiger. Eine weitere Ecke führt zu Herthas erneuter Führung: Nach einem Foul im Luftkampf an Herthas Innenverteidiger Oliver Marx zeigte der Schiedsrichter folgerichtig auf den Elfmeterpunkt. Herthas Kapitän Fabio Kindel musste dann zweimal antreten. Der erste Treffer wurde zurückgepfiffen, da einige Hertha-Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren. Fabio blieb aber auch bei der Wiederholung eiskalt und hämmerte den Ball unhaltbar in die gleiche Ecke wie zuvor (74. Min.). Wegberg drängte anschließend auf den Ausgleich, der ihnen in der 80. Minute auch gelang: Rechtsverteidiger Justin Jansen wurde nicht konsequent genug an der Flanke aus dem Halbfeld heraus gehindert, der zuvor eingewechselte Rocco Marcel Heutink stieg höher als Walheims Verteidiger Amel Sehic und sein Kopfball landete über Hertha-Keeper Max Kirch hinweg im langen Eck zum 2:2. Anschließend hatte Wegberg zweimal Glück, dass die Hertha nicht erneut wieder in Führung ging. Zunächst verschätzte sich Wegbergs Torhüter bei einem tiefen Ball auf Hertha-Stürmer Abdullah Basogul, der sich den Ball auf der linken Seite am Torhüter vorbei vorlegen konnte, dann aber etwas überhastet vergeblich versuchte, den Ball von der Torauslinie ins Tor zu befördern. Kurz danach kam Erich Wille erneut zu spät gegen Abdullah Basogul aus dem Gehäuse und foulte diesen auf dem linken Strafraumeck. Statt roter Karte und Elfmeter gab es lediglich gelb und Freistoß, der übers Tor geschossen wurde. Kurz vor Schluss rettete dann nach einer Ecke die Querlatte der Hertha den hoch verdienten Punkt.

„Diesen Punkt haben die Jungs sich heute mehr als verdient“, lobte Coach Hans-Peter Lipka die kämpferisch hervorragende Leistung seines Teams. „Alle sind ausnahmslos bis an ihre Grenze gegangen und haben sehr diszipliniert in den Dienst der Mannschaft gestellt und den Matchplan verfolgt. Nur so können wir in der Liga bestehen und sogar vielleicht wieder nach etwas weiter oben schielen. Vielleicht gelingt uns ja dann auch mal am kommenden Samstag eine Sensation beim noch ungeschlagenen Tabellenführer Fortuna Köln.“

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